Ein heißer Tipp für 2026
Handelskrieg bedroht ASML – DOCH der Kurs könnte demnächst explodieren!
ASML steht wegen eines drohenden Handelskrieges mit den USA unter Druck. Doch Analysten erwarten eine starke Kursentwicklung. Warum die Aktie bald richtig durchstarten könnte!
- ASML unter Druck durch drohenden Handelskrieg USA-EU.
- Analysten erwarten starkes Umsatzwachstum bis 2027.
- Kursziel von UBS steigt auf 1.400 Euro trotz Risiken.
- Report: Favoritenwechsel
Zu Wochenbeginn geriet ASML Holding an der Börse kurz in Bedrängnis. Der Grund für die Schwäche liegt in der zunehmenden Unsicherheit über einen möglichen Handelskrieg zwischen der Europäischen Union und den USA.
US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag gedroht, acht NATO-Mitgliedstaaten, darunter auch die Niederlande, Deutschland und Frankreich, ab dem 1. Februar mit Zöllen von 10 Prozent zu belegen, sollten sie der geplanten Übernahme des dänischen Territoriums Grönland durch die USA nicht zustimmen. Ab dem 1. Juni sollen diese Zölle auf 25 Prozent steigen.
ASML ist ein wichtiger Exporteur in die USA und könnte von den geplanten Zöllen stark betroffen sein. Das Unternehmen hat ein nahezu monopolistisches Geschäft im Bereich der Lithografiemaschinen, die für die Herstellung modernster Halbleiter unverzichtbar sind. 2024 sollen laut Barron's etwa 16 Prozent des Umsatzes von ASML auf den US-Markt entfallen sein.
Trotz der aktuellen Belastungen bekräftigen die Analysten der UBS ihre Kaufempfehlung für ASML. Das Unternehmen habe sich im vergangenen Jahr stark entwickelt. Die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025, die am 28. Januar veröffentlicht werden, lassen positive Impulse erwarten.
Aufgrund der jüngsten Ankündigungen von TSMC, Speicherchip-Herstellern und China korrigierten die UBS-Analysten ihre Prognosen nach oben. Die neuen Schätzungen liegen etwa 25 Prozent über dem Konsens für die Ergebnisse je Aktie (EPS) für 2026 und 2027, was zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 34 beziehungsweise 28 für 2026 und 2027 führt. Zum Vergleich: Der zehnjährige Durchschnitt liegt bei 29.
Die Analysten erwarten ein Umsatzwachstum von 23 Prozent für 2026 und 14 Prozent für 2027. Dies wurde durch die hohe Nachfrage im Bereich der Logik- und Speicherchips sowie von China getrieben.
Im Bereich der Speicherchips prognostizieren sie für das Jahr 2026 ein Wachstum von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was ASML auch im Speichersektor einen bedeutenden Umsatzanstieg verschaffen könnte. Für China erwarten sie für das laufende Jahr einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres.
Das Unternehmen könnte im vierten Quartal einen historischen Höchststand bei Aufträgen von 8 bis 9 Milliarden Euro erreichen. Die hohe Nachfrage nach modernen Halbleitertechnologien bleibe ein zentraler Wachstumstreiber für ASML.
Die UBS-Analysten erhöhen ihre Schätzungen für das EPS in den Jahren 2026 und 2027 um 13 bis 19 Prozent. Das Kursziel für die Aktie wird von 1.030 Euro auf 1.400 Euro angehoben. Trotz der Herausforderungen, die durch den möglichen Handelskrieg und die Zölle auf das Unternehmen zukommen könnten, bleibt ASML aus Sicht der Analysten attraktiv, da das Unternehmen auch bei einer Verlangsamung des Wachstums weiterhin unter seinem historischen Bewertungsdurchschnitt handelt.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion
