Bergbau-Riese liefert ab
Rio Tinto meldet zweistelligen Zuwachs bei der Kupferproduktion
Der Bergbauriese meldet ein starkes Produktionsjahr. Vor allem Kupfer überrascht positiv, während Eisenerz im Schlussquartal ein Rekordniveau erreicht.
- Rio Tinto steigert Kupferproduktion um 11 Prozent.
- Eisenerz erreicht Rekordniveau im Schlussquartal.
- Gespräche mit Glencore über mögliche Transaktion.
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Der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto hat seine Kupferproduktion im vergangenen Jahr deutlich gesteigert und damit die eigenen Erwartungen übertroffen. Gleichzeitig meldete das Unternehmen eine robuste Erholung der Eisenerzförderung im vierten Quartal, nachdem extreme Wetterbedingungen zu Jahresbeginn die Produktion belastet hatten.
Kupferproduktion übertrifft eigene Prognosen
Rio Tinto produzierte im Gesamtjahr 883.000 Tonnen Kupfer – ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit lag die Förderung über der eigenen Prognosespanne von 860.000 bis 875.000 Tonnen. Allein im vierten Quartal erreichte die Kupferproduktion 240.000 Tonnen, was einem Zuwachs von 5 Prozent im Jahresvergleich entspricht und ebenfalls über den Markterwartungen lag.
Treiber der Entwicklung war vor allem die steigende Förderung aus der Oyu-Tolgoi-Mine in der Mongolei. Dort hat Rio Tinto kürzlich eine umfangreiche Untertage-Erweiterung abgeschlossen. Höhere Erzgehalte sowie verbesserte Gewinnungsraten sorgten zusätzlich für Rückenwind. Die Mine gilt als eines der größten und strategisch wichtigsten Kupferprojekte weltweit.
Eisenerz: Rekord im Schlussquartal
In den australischen Eisenerzbetrieben der Pilbara-Region verschiffte Rio Tinto im Gesamtjahr 326,2 Millionen Tonnen Eisenerz. Das entspricht einem leichten Rückgang von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt nahe am unteren Ende der Prognosespanne von 323 bis 338 Millionen Tonnen.
Im vierten Quartal zeigte sich jedoch eine deutliche Erholung. Die Auslieferungen stiegen um 7 Prozent auf 91,3 Millionen Tonnen, während die Produktion um 4 Prozent auf 89,7 Millionen Tonnen zulegte. Damit erreichte Rio Tinto eine Rekordproduktion in einem einzelnen Quartal.
Eisenerz bleibt Ertragssäule des Konzerns
Trotz des starken Kupferwachstums bleibt Eisenerz die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle von Rio Tinto. Mehr als die Hälfte der Konzernerträge stammt aus diesem Geschäftsfeld.
Gespräche mit Glencore
Unabhängig von den Produktionszahlen hatte Rio Tinto Anfang des Monats bestätigt, Gespräche mit Glencore über eine mögliche Transaktion zu führen. Ein Zusammenschluss der beiden Konzerne würde den weltweit größten Bergbaukonzern schaffen.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
Die Rio Tinto Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,63 % und einem Kurs von 73,40EUR auf Tradegate (21. Januar 2026, 08:42 Uhr) gehandelt.

