23-Prozent-Crash
KI-Hoffnungsträger Rezolve AI stürzt ab – das ist der Grund!
Beeindruckend stark ins neue Börsenjahr gestartet musste der britische KI-Wert Rezolve AI am Dienstag kräftig federn lassen. Aus diesem Grund crashte die Aktie.
- Rezolve AI: Aktie um 23% gefallen nach Kapitalerhöhung.
- Hohe Erwartungen: Umsatzprognose für 2026 angehoben.
- Risiken: Volatilität und weitere Kapitalerhöhungen drohen.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Rezolve AI: Raketenstart für britischen KI-Hoffnungsträger
Um fast 50 Prozent hatte sich die Aktie von Rezolve AI, einem aus Großbritannien stammenden und unter Anlegerinnen und Anlegern zunehmend stärker beachteten KI-Wert, seit dem Jahresauftakt zeitweise verteuert. Am Markt wird darauf gewettet, dass das Unternehmen 2026 den Vorzeichenwechsel beim operativen Ertrag schafft.
Das Management selbst hatte diese Hoffnungen vor wenigen Tagen mit einer angehobenen Umsatzprognose und einer positiven EBITDA-Schätzung genährt.
Welches große Potenzial dem Konzern zugetraut wird, der auf automatisierte Supportdienstleistungen einerseits und KI-Unterstützung für Online-Händler andererseits spezialisiert ist, hatte die Aktie im vergangenen Jahr schon einmal bewiesen, als sie sich zeitweise auf bis auf 8,45 US-Dollar verteuert und damit gegenüber ihren Tiefstkursen vervielfacht hatte.
Kapitalerhöhung lässt Aktie crashen
Doch mit der Rallye ist es vorerst vorbei, nachdem die Anteile am Dienstag um fast 23 Prozent gecrasht sind. Zwar liegt das Papier gegenüber dem Jahreswechsel noch immer 38,1 Prozent im Plus, das zuletzt hohe Momentum ist jedoch ruiniert.
Die Ursache für den Absturz ist die Ankündigung einer Kapitalerhöhung. Insgesamt 62,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 4,00 US-Dollar sollen neu herausgegeben werden, um so bis zu 250 Millionen US-Dollar an frischem Kapital einzusammeln.
Mit den neuen Mitteln sollen Investitionen gestärkt, neue Übernahmen ermöglicht und allgemeine Betriebsausgaben gedeckt werden – noch ist Rezolve AI nicht proftiabel und hat in den vergangenen 12 Monaten einen Nettoverlust in Höhe von 217,5 Millionen US-Dollar erlitten.
Der Ärger ist gleich doppelt groß
Bei der am Dienstag bekannt gegebenen Kapitalerhöhung handelt es sich bei weitem nicht um die erste. In den vergangenen Quartalen hatte Rezolve AI immer wieder frisches Kapital vor allem für Übernahmen eingesammelt. In den vergangenen zwei Jahren stieg die Anzahl ausstehender Anteile so von rund 208 Millionen auf demnächst über 300 Millionen Stücke, wodurch bestehende Aktionäre weiter verwässert werden.
Dementsprechend groß waren am Dienstag nicht nur die Verluste, sondern auch der Ärger in den Kommentarspalten sowohl auf Anlegerplattformen als auch in sozialen Medien. Aus technischer Perspektive ist der Zeitpunkt der Kapitalerhöhung denkbar ungünstig, denn erst vor wenigen Tagen war es mit einem Death Cross der gleitenden Durchschnitte zu einem Verkaufssignal gekommen, das sich jetzt zu bestätigen scheint.
Fazit: Spannend, aber hochspekulativ
Der britische KI-Wachstumswert Rezolve AI besorgt sich am Kapitalmarkt frisches Geld und gibt zum wiederholten Male neue Aktien aus. Das hat am Dienstag zu einem Crash der Anteile und dem Verlust von Momentum geführt.
Der Rücksetzer könnte für spekulativ agierende Anlegerinnen und Anleger allerdings eine willkommene Kaufgelegenheit sein, denn das Unternehmen plant einerseits schnell zu wachsen – für 2026 wird mit Erlösen in Höhe von 350 Millionen US-Dollar gerechnet (nach gerade Mal 5,3 Millionen in den vergangenen 12 Monaten – und andererseits wird EBITDA-Profitabilität angestrebt.
Fundamentale Risiken sind jedoch die enorm hohe Schwankungsbreite (Volatilität) sowie Ausführungsrisiken. Dazu kommt die Gefahr weiterer Kapitalerhöhungen.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion
Die Rezolve AI Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +9,24 % und einem Kurs von 3,31EUR auf Tradegate (21. Januar 2026, 09:47 Uhr) gehandelt.

