Game-of-Thrones-Szenario
Yardeni Research: Welche Blase? Der Bullenmarkt läuft!
Ed Yardeni sagt, er sehe Anzeichen für einen sich verbreiternden Bullenmarkt. Denn die Magnificent-7 würden sich in einem Game-of-Thrones-Szenario befinden.
- Anzeichen für breiteren Bullenmarkt bei Aktien.
- Magnificent-7 verlieren an Stärke im Wettbewerb.
- Small- und Mid-Cap-Aktien übertreffen Large Caps.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Besonders, da sich das Momentum derzeit auf Small- und Mid-Cap-Aktien verlagere. Yardeni zufolge könnte das Verhältnis des S&P 100 zum S&P 500 Ende vergangenen Jahres seinen Höhepunkt erreicht haben.
"Wenn dem so ist, sind die Chancen, dass jetzt eine Blase platzt, deutlich geringer als damals, als der Aktienmarkt gemäß diesem Verhältnis wesentlich stärker in Tech-Titeln konzentriert war als heute. Statt einer platzenden Blase könnten wir also einen sich verbreiternden Bullenmarkt erleben."
Was zunächst widersprüchlich erscheint, aber dazu passt: Im vergangenen Monat stufte Yardeni die Magnificent-7-Aktien auf Underweight herab. Er argumentierte, die Tech-Giganten konkurrierten inzwischen in einem "Game-of-Thrones"-Umfeld miteinander. Damit kehrte man das erste Mal seit 15 Jahren den Magnificent-7 den Rücken, indem man sie auf underperform herabstufte.
Das "Game-of-Thrones-Szenario" erklärt er in einer aktuellen Analyse.
"Bis Ende letzten Jahres agierten die Magnificent 7 wie sieben unabhängige Königreiche, geschützt durch breite Burggräben. Jedes florierte mit seinem eigenen, einzigartigen Monopol. Das KI-Wettrüsten hat diese friedliche Koexistenz jedoch beendet, indem es den Wettbewerb untereinander massiv verschärft hat. Das Verhältnis der S&P-500-MAGS- zu den XMAG-ETFs erreichte seinen Höhepunkt, nachdem Michael Burry am 31. Oktober 2025 bekanntlich twitterte: Manchmal sehen wir Blasen. Manchmal kann man etwas dagegen tun."
Der Wall-Street-Veteran merkt an, dass SMID-Aktien zuletzt Large Caps übertroffen haben, räumt jedoch ein, dass es sich dabei auch um eine Fehlbewegung handeln könnte.
"Inmitten dieses chaotischen Umbruchs ist die anfängliche KI-Euphorie der Anleger einer gewissen Besorgnis gewichen, da das Vertrauen in die glorreichen Sieben schwindet. Sind ihre Gewinne durch Bilanzmanipulationen aufgebläht? Werden die Renditen ihre Kapitalinvestitionen rechtfertigen? Unsere Einschätzung: KI wird einen starken Einfluss auf die Produktivität der Wirtschaft haben. Die Gewinner könnten gar nicht zu den glorreichen Sieben gehören, sondern die beeindruckenden 493 Unternehmen des S&P 500 und die Wirtschaft insgesamt."
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

