Nach dem Glyphosat-Boost
Glyphosat-Knoten geplatzt? Was die Bayer-Aktie jetzt antreibt
Bayer steht vor einer möglichen Entlastung von jahrelangen Rechtsstreitigkeiten, was die Aktienkurse beflügeln könnte. Der neue Blockbuster Asundexian könnte die Kurswende weiter anfeuern.
- Bayer könnte von Glyphosat-Entscheidung profitieren.
- Asundexian-Studien könnten Aktienkurs weiter anheizen.
- HSBC hebt Kursziel auf 55 Euro, Kaufempfehlung bleibt.
- Report: Vorsicht, geheim!
Die Bayer-Aktie könnte in den kommenden Monaten erheblich an Wert gewinnen, nachdem der US Supreme Court entschieden hat, den Glyphosat-Rechtsstreit zu prüfen. Dieses Verfahren, das die könnte Bayer von dem Glyphosat-Schatten befreien, der seit Jahren als riesiges finanzielles Risiko über dem Unternehmen hängt. Laut einem Analystenbericht der Investmentbank HSBC könnte eine Klärung des Rechtsstreits zu einer Reduzierung der Provisionsrückstellungen und einer Verbesserung des Cashflow führen.
Bayer verfolgt eine dreigleisige Strategie zur Lösung des Glyphosat-Problems, die unter anderem die Anrufung des US Supreme Court umfasst. Diese Entwicklung wird als ein entscheidender Schritt zur Reduzierung des Rechtsstreitsrisikos gesehen, was wiederum die Basis für eine potenziell schnellere Bilanzentschuldung durch Spinoffs oder Kapitalmaßnahmen schafft.
Das Unternehmen hat bis Ende September 2025 einen Betrag von rund 7,6 Milliarden US-Dollar an Rückstellungen für den Glyphosat-Rechtsstreit angesammelt – etwa 14 Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung.
Zusätzlich zu den Rechtsfragen richtet sich der Blick auf weitere Schlüsselprojekte wie Asundexian, einen neuartigen Wirkstoff für die Sekundärprävention von Schlaganfällen. Die Ergebnisse dieser Phase-III-Studien, die im Februar 2026 vorgestellt werden, könnten zu einer weiteren Revision der Gewinnprognosen führen. Der Analystenbericht prognostiziert, dass positive Ergebnisse die Aktie beflügeln könnten, da Asundexian rund 8 bis 12 Prozent der Marktkapitalisierung ausmacht.
Bayer erwartet zudem einen Rückgang des Umsatzes aus der patentgeschützten Arznei Xarelto, was den Gesamtumsatz 2025 und 2026 belasten dürfte. Es wird jedoch ein starker Anstieg im Bereich der Onkologie und der Landwirtschaft erwartet. Die Guidance für das Geschäftsjahr 2025 ist insgesamt stabil, mit einer leichten Umsatzsteigerung im Bereich Pharma.
HSBC erhöht sein Kursziel für Bayer auf 55 Euro, was ein Upside von rund 32,5 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs von 41,51 Euro bedeutet. Angesichts der Aussicht auf eine Klärung der Rechtsstreitigkeiten und dem Potenzial für neue Geschäftsmöglichkeiten in der Pharma- und Agrarbranche bekräftigt HSBC seine Kaufempfehlung für die Aktie.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die Bayer Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -1,63 % und einem Kurs von 42,16EUR auf Tradegate (21. Januar 2026, 15:13 Uhr) gehandelt.
