"Wir wollen ein Stück Eis"
Trump schließt militärische Gewalt gegen Grönland aus – Aktienmärkte atmen auf
In seiner mit Spannung erwarteten Ansprache in Davos erklärt der US-Präsident, dass er "keine Gewalt einsetzen" wolle, um Grönland zu einem Teil der USA zu machen. Die globalen Aktienmärkte atrmen auf.
- Trump will Grönland kaufen, keine Gewalt einsetzen.
- Aktienmärkte steigen nach Trumps beruhigender Rede.
- Europa soll Ukraine stärker unterstützen, Spannungen steigen.
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Seine Regierung wolle unverzüglich mit Verhandlungen beginnen, um Grönland zu kaufen, so Trump am Mittwoch beim Wirtschaftsgipfel in den Schweizer Alpen. Aber er werde keine militärische Gewalt einsetzen. Diese Äußerung kam nach Tagen steigender Spannungen und sorgte für Erleichterung bei Investoren, die um die Stabilität der Märkte besorgt waren.
Wörtlich sagte Trump: "Wir haben nie um etwas gebeten und wir haben nie etwas bekommen. Wir werden wahrscheinlich auch nichts bekommen, es sei denn, ich entscheide mich, übermäßige Gewalt anzuwenden, wodurch wir, offen gesagt, nicht mehr aufzuhalten wären. Aber das werde ich nicht tun. Okay?"
Die Aktienmärkte verzeichneten deutliche Gewinne: Der Dow Jones und der S&P 500 legten um rund 0,8 Prozent zu, der Tech-Index Nasdaq gewann sogar mehr als 1 Prozent. Der DAX holte während Trumps Rede einen Teil seiner Tagesverluste wieder auf und legte rund 250 Punkte zu.
Trump betonte auch, dass die USA in der NATO schon immer die finanzielle und militärische Last getragen hätten. Sollten Dänemark und die europäischen Verbündeten nicht zustimmen, werde man sich daran erinnern. "Wir wollen ein Stück Eis zum Schutz der Welt, aber sie geben es uns nicht. Sie haben die Wahl: Sie können Ja sagen, und wir wären Ihnen sehr dankbar, oder Sie können Nein sagen, und wir werden uns daran erinnern."
Noch vor wenigen Tagen hatte Trump mit Drohungen bezüglich Zöllen und militärischen Maßnahmen auf eine mögliche Grönland-Übernahme reagiert.
Die Aktienmärkte und der US-Dollar erholten sich nach Trumps Rede, doch die geopolitischen Risiken bleiben hoch. Trump forderte Europa außerdem zu einer stärkeren Unterstützung der Ukraine auf, was die transatlantischen Spannungen weiter verstärken dürfte. Der US-Präsident deutete an, dass eine europäische Weigerung, ihm in der Grönland-Frage zu folgen, Folgen für die künftige Unterstützung in der NATO haben könnte.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion

