Aktien Frankfurt Schluss

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    SAP reißt DAX mit in die Tiefe – Schwankender Goldpreis verheißt nichts Gutes

    Wenn das größte Technologieunternehmen an der Frankfurter Börse mit KI-Fantasie in diesem Stadium bereits Zeichen einer Wachstumsabschwächung zeigt, kann der DAX nicht anders als fast 500 Punkte verlieren.

    Nicht nur, dass allein die Gewichtung von SAP numerisch für einen Großteil der Verluste verantwortlich ist, zusammen mit der Enttäuschung von Microsoft am Vorabend waren die Zahlen ein weiterer Stimmungskiller für den so hoffnungsvoll ins neue Börsenjahr gestarteten Leitindex.

    Dabei stolpert SAP beinahe über sein eigenes Geschäftsmodell. So wie die Walldorfer zunehmend KI in ihre Prozesse integrieren, könnten sie in der Zwischenzeit überholt werden, wenn die heutigen Kunden morgen in Zukunft selbst verstärkt KI einsetzen und sich von der teuren SAP-Lösung verabschieden. Noch spricht das Management zwar von vollen Auftragsbüchern, die sich in Zukunft auch gewinnträchtig in der Bilanz niederschlagen sollen. Aber es ist wie bei den hochgehypten Technologieaktien in den USA. Auch dort verzeihen Anleger bei den aktuell hohen Bewertungen keine auch noch so kleine Wachstumsdelle.

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    Dass die Aktie der Deutschen Bank nach besser als erwarteten Zahlen und einem erneuten Rekordgewinn im vergangenen Jahr im Tagesverlauf lediglich um die Nulllinie schwankte, spricht ebenfalls für die hohe Zurückhaltung der Investoren beim Aktienkauf.

    Symptomatisch bleibt für die risikoaverse Stimmung auch der Goldpreis, der kein Halten mehr kennt. Über 5.600 Dollar pro Feinunze ging es heute in der Spitze, womit das Edelmetall zwischen die noch zum Wochenstart gefeierte Schallmauer von 5.000 Dollar und die heutige Notierung noch einmal 12 Prozent in gut drei Handelstagen gepackt hat. Als am Nachmittag die Wall Street dann ins Rutschen kam, trennte sich zunächst viel spekulatives Geld vom Gold. Als Seismograf für die derzeitige Verfassung der Anleger verheißt die aktuelle Entwicklung nichts Gutes, wenn etwa die USA in den kommenden Stunden oder Tagen mit einem erneuten Angriff auf den Iran für Unruhe sorgen. Dann dürfte sich der Abwärtstrend in Frankfurt noch einmal deutlich beschleunigen und in New York könnte der gestrige Test der 7.000er Marke im S&P 500 vorerst ein Hochpunkt gewesen sein.

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    Christine Romar
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    Christine Romar ist seit Juni 2025 Head of Europe bei CMC Markets. Zuvor verantwortete sie bei der Citi als Head of EMEA Public Listed Products Sales & Distribution das Geschäft mit strukturierten Produkten. Vorherige Stationen ihrer beruflichen Karriere waren die BNP Paribas und die Bank Vontobel. Christine Romar beschäftigt sich seit 30 Jahren mit den Finanzmärkten. Ihr Schwerpunkt liegt auf der fundamentalen Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte unter makroökonomischen Aspekten wie Zinsen, Konjunktur und Geldpolitik.
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    Verfasst von Christine Romar
    Aktien Frankfurt Schluss SAP reißt DAX mit in die Tiefe – Schwankender Goldpreis verheißt nichts Gutes Wenn das größte Technologieunternehmen an der Frankfurter Börse mit KI-Fantasie in diesem Stadium bereits Zeichen einer Wachstumsabschwächung zeigt, kann der DAX nicht anders als fast 500 Punkte verlieren.

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