Anleger eiskalt erwischt
Novo Nordisk Aktie wird zerrissen - krasser Umsatzrückgang für 2026 angekündigt
Eigentlich wollten die Dänen erst morgen Ausblick und Quartalsbericht vorlegen. Doch der Vorstand ließ die Anleger schon Dienstag nach Börsenschluss vor die Wand laufen. Die waren stinksauer und verkauften in Scharen!
- Dänen überraschen Anleger mit Umsatzrückgang 2026.
- Wegovy-Start kann Konkurrenzdruck nicht ausgleichen.
- Anleger sollten Novo Nordisk vorerst meiden.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Das Jahr begann eigentlich gut für Novo Nordisk und die Anleger schöpften Hoffnung auf bessere Zeiten bei den Dänen. Der erfolgreiche Start der neuen Wegovy-Tablette machte Lust auf die Aktie, doch jetzt entpuppt sich die Hoffnung als mehr Schein als Sein.
Für das laufende Jahr erwartet der dänische Pharmakonzern einen deutlichen Umsatzrückgang. Währungsbereinigt sollen die Erlöse um 5 bis 13 Prozent sinken – deutlich mehr als von Analysten zuvor prognostiziert, die im Schnitt lediglich mit einem Minus von 1,4 Prozent gerechnet hatten.
Hintergrund sind mehrere Faktoren: Die Konkurrenz für Ozempic und Wegovy nimmt zu, während gleichzeitig politische Eingriffe in den USA, die auf sinkende Medikamentenpreise abzielen, die Margen belasten. Der starke Marktstart der neuen Wegovy-Tablette in den USA – mehr als 26.000 Rezepte in der zweiten vollen Verkaufswoche – kann diesen Gegenwind nur teilweise abfedern.
Weitere Details will das Management in einer anstehenden Telefonkonferenz liefern. Dort dürfte es vor allem um die Preisentwicklung in den USA, die Wettbewerbssituation und die strategische Ausrichtung gehen. Investoren hoffen auf Klarheit, wie stark der Gegenwind tatsächlich ist und wann Novo Nordisk wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren kann.
Für das abgelaufene Jahr meldete Novo Nordisk einen Umsatz von 309 Milliarden dänischen Kronen (rund 41,4 Milliarden Euro), währungsbereinigt ein Plus von zehn Prozent. Das operative Ergebnis sank leicht auf 127,7 Milliarden Kronen (etwa 17,1 Milliarden Euro). Unter dem Strich blieb ein moderates Plus von einem Prozent auf 102,4 Milliarden Kronen (rund 13,7 Milliarden Euro).
Mein Tipp: Finger weg und basta
Immer wenn Anleger denken, sie hätten das Schlimmste bei Novo Nordisk überstanden, werden sie eiskalt auf dem falschen Fuß erwischt. Auch unter der Leitung von Maziar Mike Doustdar gelingt es Novo Nordisk nicht in ruhiges Fahrwasser zu kommen. Genau wie sein Vorgänger schockt er die Anleger in regelmäßigen Abständen.
Damit hat auch der neue Mann am Ruder von Novo Nordisk schon jede Menge Vertrauen verspielt. Eigentlich sollte unter seiner Führung alles besser werden. Wird es aber wohl nicht. Der allerletzte Hoffnungsschimmer ist ein Vergleich mit Bayer. Bill Anderson hat auch mehr als ein Jahr gebraucht, bis er die Anleger auf seiner Seite hatte.
Damit ist aber auch klar. Vorerst brauchen sich Anleger nicht um die Aktie von Novo Nordisk kümmern. Aber das ist auch nicht schlimm, denn aktuell gibt es eine ganze Menge Aktien, die sich für das Depot besser eignen als Novo Nordisk. Drei davon finden Sie übrigens in der heutigen Ausgabe der wO Börsenlounge.
Markus Weingran, Chefredakteur wallstreetONLINE Börsenlounge
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Die Novo Nordisk Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -12,87 % und einem Kurs von 43,61EUR auf Tradegate (03. Februar 2026, 19:26 Uhr) gehandelt.

