Und noch mehr Minus
Bitcoin rutscht weiter ab – Wie tief wird der Krypto-Markt fallen?
Bitcoin zieht den Krypto-Markt weiter nach unten, technische Warnsignale mehren sich und es bleibt die Frage, ob vor einer Erholung erst noch ein tieferer Absturz wartet.
- Bitcoin fällt weiter, Altcoins unter Druck.
- Technische Warnsignale: RSI unter 30, Risiko bleibt.
- Unsicherer Ausblick: Volatilität und Rückgang möglich.
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Der Ausverkauf am Krypto-Markt setzt sich zur Wochenmitte fort. Bitcoin notiert am Mittwochmittag rund 2,8 Prozent tiefer bei etwa 76.000 US-Dollar. Auch die großen Altcoins stehen weiter unter Druck: Ethereum verliert 1,73 Prozent auf rund 2.250 US-Dollar, während Solana mit einem zusätzlichen Minus von rund 6 Prozent den stärksten Rückgang unter den Top-Coins verzeichnet.
Auf Wochensicht summieren sich die Verluste damit deutlich. Bitcoin liegt rund 15 Prozent im Minus, Ethereum und Solana haben jeweils etwa 25 Prozent eingebüßt. Die Schwäche spiegelt sich auch im Gesamtmarkt wider: Die globale Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen sinkt um 1,65 Prozent auf etwa 2,58 Billionen US-Dollar.
Bitcoin im Fokus: Technische Warnsignale häufen sich
Da sich der Kryptomarkt weiterhin stark an der Entwicklung von Bitcoin orientiert, richten sich die Blicke der Marktteilnehmer vor allem auf die Leitwährung.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) von Bitcoin ist unter die Marke von 30 gefallen und signalisiert damit einen überverkauften Markt. Historisch gesehen kam es in solchen Phasen häufig zu kurzfristigen Erholungen.
Entscheidende Unterstützungszone zwischen 73.000 und 75.000 US-Dollar
Besonders relevant ist das technische Umfeld, in dem das überverkaufte Signal auftritt. Bitcoin bewegt sich derzeit nahe einer wichtigen Unterstützungszone zwischen 73.000 und 75.000 US-Dollar. In diesem Bereich kam der Kurs bereits mehrfach zum Stillstand: Sowohl der Rückgang im April 2025 als auch die Konsolidierungsphase zu Beginn des Bullenmarktes 2024 fanden hier ihren Boden.
Ein kurzfristiger Rebound ist damit zwar möglich, aber keineswegs garantiert. Analysten warnen, dass der RSI allein keine Trendwende signalisiert. In übergeordneten Abwärtstrends fielen Erholungen in der Vergangenheit oft nur schwach aus. Ein Beispiel dafür lieferte das Jahr 2022, als überverkaufte Signale lediglich kurze Gegenbewegungen auslösten, bevor die Kurse weiter nachgaben. Auch der letzte RSI-Ausbruch unter 30 im November führte lediglich zu einer mehrwöchigen Seitwärtsphase, ehe es zuletzt erneut deutlich abwärts ging.
Analysten mahnen zur Vorsicht
Analysten des Krypto-Handelshauses QCP Capital sehen Bitcoin zwar aktuell oberhalb von 74.500 US-Dollar stabilisiert, sprechen jedoch von einer weiterhin fragilen Marktlage. Das Momentum deute nach wie vor nach unten. Ein nachhaltiger Rutsch unter die Marke von 74.000 US-Dollar könnte demnach den Weg für eine tiefere Korrektur am gesamten Kryptomarkt ebnen. Umgekehrt würde ein Anstieg über 80.000 US-Dollar zumindest kurzfristig für Entlastung sorgen.
Ausblick: Hohe Volatilität bleibt wahrscheinlich
Der kurzfristige Ausblick für Bitcoin bleibt damit unsicher. Solange der Kurs unterhalb von 82.000 US-Dollar notiert, kann ein weiterer Rückgang in Richtung 74.000 oder sogar 68.000 US-Dollar nicht ausgeschlossen werden. Erst eine Rückeroberung dieser Widerstandszone würde das technische Bild spürbar aufhellen und die Prognosen verbessern.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

