Böses Erwachen im DAX

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    Rheinmetall kracht unter 1.600 Euro – Umsatzansage lässt Anleger erstarren

    13,6 Milliarden für 2025, eine grobe Schätzung für 2026 – und sofort fliegen die Papiere aus den Depots. Die Aktie bricht ein. Der Markt straft jede Unsicherheit ab, selbst beim Branchenriesen Rheinmetall.

    Für Sie zusammengefasst
    • Rheinmetall erwartet 2025 Umsatz von 13,6 Mrd. Euro.
    • Aktie bricht um 7,5% nach enttäuschenden Prognosen.
    • 2026: Umsatzschätzung 15-16 Mrd. Euro, Aufträge steigen.
    • Report: Vorsicht, geheim!
    Böses Erwachen im DAX - Rheinmetall kracht unter 1.600 Euro – Umsatzansage lässt Anleger erstarren

    Rheinmetall gehört am Donnerstag mit einem Minus von 7,5 Prozent zu den schwächsten Werten im DAX. Auslöser war ein nachbörslicher Pre-Close-Call, in dem der Konzern seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2025 präzisierte und einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro in Aussicht stellte – rund zwölf Prozent weniger, als die Analystenplattform Visible Alpha bislang prognostiziert hatte.

    Zusätzlich gab Rheinmetall erstmals eine Indikation für 2026 ab und nannte dort einen operativen Umsatz von 15 bis 16 Milliarden Euro. Die verhaltene Tonlage belastete den Kurs umgehend. Parallel senkte JPMorgan das Kursziel von 2250 auf 2130 Euro, beließ die Einstufung aber auf "Overweight". Analyst David Perry kappte seine Schätzungen bis 2030 um bis zu 14 Prozent, betonte jedoch, er rechne weiterhin "mit außergewöhnlichem Umsatz- und Gewinnwachstum" und halte die Aktie trotz der kurzfristigen Enttäuschung für attraktiv. Auch Berenberg verwies darauf, dass die neue Umsatzindikation klar unter den bisherigen Markterwartungen liege.

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    Inhaltlich bestätigte Rheinmetall seine bereits im Dezember kommunizierte Prognose für das Verteidigungsgeschäft 2025 und erwartet ein Wachstum von 30 bis 35 Prozent bei einer operativen Marge von 18,5 bis 19 Prozent. Den Cashflow bezeichnete das Management als "sehr gut", die Cash Conversion soll "deutlich über 50 Prozent" liegen. Für 2026 nannte der Konzern erstmals eine grobe Umsatzschätzung und rechnet im Verteidigungsgeschäft mit 15 bis 16 Milliarden Euro. Darin ist auch das neu hinzugekommene Marinegeschäft enthalten. Gleichzeitig verwies das Management auf einen Konsolidierungseffekt von rund zwölf Prozent, der den berichteten Umsatz um 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro verringern werde.

    Besonders hervorgehoben wurde der erwartete Schub aus Deutschland. Für die kommenden vier Quartale rechnet Rheinmetall mit deutschen Aufträgen von insgesamt 67 Milliarden Euro – getragen vom "Arminius"-Boxer-Paket, das aus einem festen Auftrag über 12,5 Milliarden Euro und einer Option von 25 Milliarden Euro für 2030 bis 2035 besteht. Davon sollen 37 Milliarden Euro im Jahr 2026 verbucht werden. Zusätzlich erwartet der Konzern Marineaufträge über 12 bis 13 Milliarden Euro sowie internationale Projekte, darunter potenzielle Lynx- und Panther-Verträge aus Italien im Umfang von etwa 10 Milliarden Euro. Auch aus der Ukraine werden rund drei Milliarden Euro erwartet.

    Das Munitionsgeschäft soll 2026 von 3,5 auf rund fünf Milliarden Euro wachsen und bleibt der profitabelste Bereich. Insgesamt stellt Rheinmetall für 2026 einen Auftragseingang von etwa 80 Milliarden Euro in Aussicht und erwartet einen Auftragsbestand von rund 135 Milliarden Euro zum Jahresende. Der Konzern bestätigte zudem, 2025 ohne Nettoverschuldung abgeschlossen zu haben und "gute Fortschritte" bei der geplanten Veräußerung des Automotive-Geschäfts zu machen.

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
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