Ein Warnsignal

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    Kommt der große Knall in den USA - Insiderverkäufe auf 5-Jahreshoch!

    Kippt die Stimmung in den USA? Trotz guter Zahlen konnten Microsoft und Alphabet wegen hoher KI-Investitionen keine Käufer mehr anziehen. Die US-Indizes taumeln und die Insider ziehen sich zurück. Ist Vorsicht geboten?

    Für Sie zusammengefasst
    Ein Warnsignal  - Kommt der große Knall in den USA - Insiderverkäufe auf 5-Jahreshoch!

    Fast 1.000 Topmanager aus rund 6.000 börsennotierten US-Unternehmen haben im Januar eigene Aktien verkauft. Dem standen lediglich 207 Insiderkäufe gegenüber. Das Verhältnis von Verkäufen zu Käufen erreichte damit den höchsten Stand seit fünf Jahren, wie aus Daten des Washington Service hervorgeht.

    Zwar lassen sich die Motive hinter Insidertransaktionen nicht eindeutig zuordnen. Doch die zunehmende Zurückhaltung in den Führungsetagen fällt in eine Phase wachsender Nervosität an den Märkten. Hohe Bewertungen, massiv steigende Investitionen in künstliche Intelligenz sowie eine Zuspitzung geopolitischer Risiken belasten bereits die Stimmung vieler Anleger.

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    Ein Warnsignal, das beobachtet werden sollte

    "Das Verhalten von Unternehmensinsidern hat sich historisch als verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung der Aktienmärkte erwiesen", sagte Joe Gilbert, Portfoliomanager bei Integrity Asset Management, gegenüber Bloomberg. "Vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten und ambitionierter Bewertungen ist es gut möglich, dass viele Führungskräfte diese Phase gezielt zur Gewinnmitnahme nutzen. Anleger sollten dieses Signal ernst nehmen", so Gilbert. 

    Auch Deutsche Bank sieht Warnsignale 

    Die Positionierung an den Märkten signalisiert, dass auch große Investoren vorsichtiger agieren. Ende Januar kühlte sich die Stimmung spürbar ab: Sowohl pessimistische als auch neutrale Einschätzungen kletterten laut Erhebungen der Deutschen Bank auf den höchsten Stand seit vier Wochen. "Diskretionäre Anleger reduzieren weiter ihre Engagements in Mega-Cap-Wachstums- und Technologiewerten und schichten verstärkt in konjunktursensiblere Sektoren um", erklärte der Deutsche-Bank-Stratege Parag Thatte Bloomberg.

    Hedgefonds auf dem Rückzug

    Auch Hedgefonds ziehen sich zurück. Nach Angaben aus dem Prime-Brokerage-Geschäft der Goldman Sachs Group verzeichneten Positionen in Einzelaktien Ende Januar den größten Nettoabbau seit rund einem Monat – ein weiteres Zeichen für zunehmende Risikoaversion an den Märkten. Zudem eine Erklärung, dass die "Magnificent 7" mittlerweile einen schweren Stand an den Märkten haben, da nur noch die Kleinanleger "Buy the dip" betreiben. Ein Strategie die diese Jahr nicht aufgehen könnte. 

    Es könnte noch lauter knallen

    Der gestrige Tag hat gezeigt, dass es aktuell keinen wirklich "Sicheren Hafen" gibt. Die Indizes sind im Einklang mit Edelmetallen und Bitcoin unter Druck geraten. Ein klares Zeichen, dass zunehmend Kapital aufgebaut wird – sei es aus Angst oder um zuzgreifen, wenn es richtig knallen sollte an den Märkten. 

    Anleger sollten ihr Depot überprüfen 

    Der Februar gilt ohnehin nicht als einer der besten Börsenmonate wie eine Grafik für den S&P 500 auf der Internetseite des Finanzdienstleistungsunternehmen Carson Group zeigt. Die Experten haben sich darüber Gedanken gemacht: "So goes January, so goes the year"

    Der Februar ist demnach historisch gesehen, der zweitschwächste Monat im S&P 500. Was allerdings Mut macht, ist die Ausnahme bei Jahren, in denen die Midterm-Wahlen in den USA stattfinden. Da kann der S&P im Februar zulegen. Und wir befinden uns in einem solchen Jahr. Die Wahl findet am 3. November dieses Jahres statt.  

    Trotzdem sind Anleger gut beraten es den Insidern und institutionellen Anlegern nachzumachen. Gehen Sie Ihr Depot durch und Aktien, bei denen Sie Zweifel über die weitere Entwicklung haben, sollten aussortiert werden, um Cash aufzubauen. Selbst wenn der große Knall nicht kommt, haben Sie wieder Spielraum für Neukäufe bei Aktien, die stark unter die Räder gekommen sind. 

     

    Markus Weingran, Chefredakteur wallstreetONLINE Börsenlounge

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    Verfasst vonRedakteurMarkus Weingran
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