Carsten Stork
Bund-Future bleibt richtungslos nach EZB-Meeting
Der Bund Future zeigte sich in der vergangenen Woche nahezu unverändert und schloss mit einem Wochenplus von 0,09 % bei 128,24 Punkten. Im Wochenverlauf fiel der Kontrakt zwischenzeitlich bis auf 127,56 Punkte zurück, konnte die Verluste jedoch …
Im Mittelpunkt stand das Zinsmeeting der Europäischen Zentralbank. Die EZB ließ die Leitzinsen wie erwartet unverändert und bestätigte damit im Wesentlichen die Erwartungen des Marktes.
Gleichzeitig signalisierten die Währungshüter, dass sich die Geldpolitik aktuell auf einem angemessenen Niveau befindet. Für 2026 wird daher überwiegend ein Hold-Szenario eingepreist, also eine
Phase ohne Zinssenkungen oder weitere Anpassungen.
Parallel dazu bleibt die Angebotsseite am Rentenmarkt relevant. Deutschland und andere Euroländer planen weiterhin hohe Emissionsvolumina, insbesondere zur Finanzierung von Infrastruktur- und
Verteidigungsausgaben. Dieses zusätzliche Angebot sorgt für leichten Aufwärtsdruck bei den Renditen und wirkt damit bremsend auf deutlich steigende Bund-Futures.
Fazit:
Der Bund Future befindet sich aktuell im Gleichgewicht zwischen stabiler Geldpolitik und steigender Staatsanleiheemission. Ohne klare Zinssignale fehlt ein nachhaltiger Trendimpuls, weshalb vorerst
weiterhin eine seitwärtsgerichtete Marktphase wahrscheinlich bleibt.

