Nach 40-Prozent-Absturz

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    In dieser Branche bietet Paychex eine der höchsten Dividendenrenditen!

    Software-Aktien befanden sich zuletzt im freien Fall. Das eröffnet Chancen auch für ausschüttungsorientierte Anlegerinnen und Anleger – zum Beispiel bei Dividendenwachstumswert Paychex.

    Für Sie zusammengefasst
    Nach 40-Prozent-Absturz - In dieser Branche bietet Paychex eine der höchsten Dividendenrenditen!


    Software-Aktien in der Krise: KI lässt Branche crashen ...

    Hinter Anlegerinnen und Anleger von Technologiewerten, insbesondere von Software- und Clouddienstleistern liegen harte Wochen. Die Furcht vor der Disruption durch leistungsstarke KI-Agenten hat zu einem Ausverkauf der Branche geführt.

    Zuletzt waren die Verluste sogar so schlimm wie seit 2009, dem Jahr der globalen Finanzkrise, nicht mehr. Viele Einzelaktien, darunter langfristig erfolgreiche Branchengrößen wie Microsoft und SAP, notieren inzwischen deutlich unter ihren Allzeithochs.

    ... doch das sorgt auch für seltene Einstiegschancen!

    Das weckt nicht nur Begehrlichkeiten unter Trading-affinen Investoren, die jetzt auf einen raschen Rebound hoffen, sondern hat auch nachhaltige Einstiegschancen für ausschüttungsorientierte Anlegerinnen und Anleger geschaffen. Üblicherweise ist die Softwarebranche keine, in der überdurchschnittlich hohe Dividenden gezahlt werden, doch der starke Preisverfall hat dazu geführt, dass die Ausschüttungsrenditen bei einigen Werten stark angezogen haben.

    Dazu gehört auch das Papier von Paychex, einem Software-Dienstleister rund um das Thema Finanz- und Lohnbuchhaltung. Das Unternehmen gilt schon lange als zuverlässiger Dividendenwachstumswert mit einer überdurchschnittlichen Steigerungsrate. Jetzt hat der Ausverkauf in der Branche dazu geführt, dass auch die Einstiegsrendite ein Hingucker ist – und damit herzlich Willkommen zur neuen Ausgabe des Dividenden-Radars von wallstreetONLINE.

    Lohnbuchhalter Paychex überzeugt mit Dividende UND Kurswachstum

    Aus den Werkhallen des Verpackungsspezialisten Amcor über die hohe See (ZIM Integrated) kehrt der Dividenden-Radar nun in die Büroräume vieler Buchhalterinnen und Buchhalter ein – dort, wo jeden Monat (in den USA zum Teil auch in jeder Woche) die Lohnabrechnung von Unternehmen vorgenommen wird. Nicht selten wird hier mit den Software-Angeboten von Paychex gearbeitet, das seit seiner Gründung 1971 zu einem der größten Anbieter outgesourcter Finanzverwaltung aufgestiegen und sowohl im US-Gesamtmarktindex S&P 500 als auch im Nasdaq 100 notiert ist.

    Beide Benchmarks hat die Aktie langfristig deutlich schlagen können. In den vergangenen 30 Jahren erzielte Paychex eine Gesamtrendite von 2.810 Prozent. Demgegenüber bietet der S&P 500 knapp 1.700 Prozent. Zeitweise war die Outperformance mehr als doppelt so hoch, doch Paychex hat in den vergangenen Wochen und Monaten den Rückwärtsgang eingelegt und gegenüber dem im letzten Juni markierten Allzeithoch rund 40 Prozent an Wert verloren.

    Der schwächer werdende US-Arbeitsmarkt sowie die Disruptionssorgen haben für den niedrigsten Stand der Aktie seit mehr als 3 Jahren gesorgt. Solche Drawdowns gab es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder, haben aber weder dem Unternehmen noch den Anteilen langfristigen Schaden zugefügt.

    Paychex

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    ISIN:US7043261079WKN:868284

    Langfristiger Erfolg: Ausschüttungen seit mehr als 30 Jahren

    Ein Ausweis der Resilienz des Unternehmens auch in Krisenzeiten ist die Dividendenhistorie des Unternehmens, das seit 36 Jahren ununterbrochen eine Ausschüttung zahlt, davon 12 Jahre in Folge mit Anhebungen. Für die finanzielle Basis der hohen Sicherheit sorgt organisches Wachstum ebenso wie gelegentliche Zukäufe. So hat Paychex im vergangenen Jahr Paycor, einen Spezialisten für Mitarbeiterverwaltung, erworben.

    Die Akquisition wurde von Investoren aufgrund des hohen Kaufpreises (4,1 Milliarden US-Dollar) zunächst skeptisch betrachtet, doch bereits im vergangenen Quartal konnte Paychex beweisen, dass die Transaktion einen Mehrwert hat und seinen Ausblick auf das Geschäftsjahr angehoben.

    Abgesehen von gelegentlichen Zukäufen agiert das Unternehmen finanziell konservativ. In den vergangenen 10 Jahren war Paychex kaum verschuldet. In den Geschäftsjahren 2016 bis 2018 lagen die langfristigen Verbindlichkeiten bei genau 0 US-Dollar. Aktuell beträgt die Nettoverschuldung nach der Paycor-Übernahme 3,5 Milliarden US-Dollar. Das ist angesichts eines EBITDA von knapp 2,9 Milliarden US-Dollar und einem freien Cashflow von zuletzt 2,2 Milliarden US-Dollar kein Problem.

    Dividendenwachstum und Einstiegsrendite überzeugen

    Im Mai vergangenen Jahres hatte der Konzern seine Quartalsdividende um 10,1 Prozent auf 0,98 US-Dollar je Aktie angehoben. Eine solche Erhöhung dürfte Anlegerinnen und Anleger auch in diesem Jahr erwarten: Die langfristige Steigerungsrate beträgt im Durchschnitt jährlich (CAGR) 10,2 Prozent. Das steht in Übereinstimmung mit der langfristigen Wachstumsrate der Erträge und zeigt, dass Paychex eine verantwortungsvolle, nachhaltige Ausschüttungspolitik verfolgt.

    Aktuell bietet die Aktie nach der 40-Prozent-Korrektur eine Dividendenrendite von 4,4 Prozent. Damit ist die Einstiegsrendite so hoch wie seit dem Corona-Crash nicht mehr. Im Durchschnitt lag die Ausschüttung in den vergangenen Jahren bei 2,8 Prozent. Das zeigt, wie attraktiv Paychex aktuell für einen Einstieg ist.

    Für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger war sie aufgrund der zuverlässigen Ausschüttungspolitik ohnehin schon immer einen Einstieg wert. Wer bereits vor 10 Jahren zugeschlagen hat, kommt inzwischen auf eine Einstiegsrendite von 8,8 Prozent. Wer dem Unternehmen seit 30 Jahren die Treue hält, erwirtschaftet sogar fast 60 Prozent.

    Bewertung fundamental so günstig wie lange nicht

    Nicht nur mit Blick auf die Einstiegsrendite, sondern auch auf die Unternehmensbewertung hat die Korrektur eine seltene Gelegenheit geschaffen. Für das laufende Geschäftsjahr (GJ) ist Paychex mit einem KGVe von 17,9 bewertet. Für das GJ 2027 steht ein Gewinnvielfaches von 16,6 zu Buche.

    Beide Werte liegen meilenweit unter dem 5-Jahres-Durchschnitt von 28,4. Auch bei vielen anderen Kennziffern bietet Paychex derzeit hohe Nachlässe zwischen 25 und 35 Prozent. Das deutet auf eine strukturelle Unterbewertung hin. Auch gegenüber dem Branchendurchschnitt ist die Aktie sowohl beim Kurs-Gewinn- als auch beim Kurs-Cashflow-Verhältnis unterbewertet, was auf Auf- und Nachholpotenzial hindeutet.

    Neben einer überdurchschnittlich hohen, stetig steigenden Dividende erhalten Anlegerinnen und Anleger hier außerdem die Chance auf mittelfristige Erholungsgewinne – eine seltene Kombination.

    Fazit: Herausforderungen bestehen, doch die Chancen überwiegen

    Frei von Risiken ist ein Investment auch auf dem aktuellen Kurs- und Bewertungsrisiko natürlich nicht. Aus technischer Perspektive besteht die Gefahr, dass die Aktie noch weiter fällt, ehe sie einen Boden ausbildet und umkehren kann. Wer jetzt einsteigt, tut das also antizyklisch. Von fundamentaler Seite her könnte eine weitere Verschlechterung des Arbeitsmarktes für Gegenwind sorgen. Auch die KI-Disruption ist eine reale Gefahr, wenn agentische KI Lohnbuchhaltung künftig stärker oder sogar ganz automatisieren könnte und hierfür auch entsprechende Rechtsgrundlagen geschaffen werden.

    Der seit Jahrzehnten anhaltende operative und finanzielle Erfolg von Paychex hat jedoch bewiesen, dass das Unternehmen erfolgreich auf strukturelle Herausforderungen reagieren kann. Das vorsichtige Finanzgebaren sorgt außerdem dafür, dass der Konzern flexibel reagieren und Chancen für Zukäufe nutzen kann, ohne dass Investoren Abstriche bei der Dividende machen müssen. Das spricht für eine weiterhin erfolgreiche Unternehmenshistorie.

    Beispielrechnung: Kapitalbedarf für 1.000 Euro im Monat

    Anlegerinnen und Anleger, die mithilfe von Paychex eine monatliche Dividende von 1.000 Euro erzielen wollen, müssen trotz der aktuell überdurchschnittlich hohen Ausschüttungsrendite einiges an Kapital mitbringen. Für 2026 wird mit einer Dividende von 4,40 US-Dollar je Aktie gerechnet. Um eine Jahresausschüttung von 12.000 Euro zu erzielen, sind derzeit (ohne Berücksichtigung von Kapitalertragssteuern) rund 14.200 US-Dollar nötig. Dafür braucht es rund 3.227 Paychex-Aktien, die am Freitagnachmittag mit 99 US-Dollar zu Buche geschlagen haben. Der Gesamtaufwand liegt also bei 319.500 US-Dollar beziehungsweise 270.434 Euro.

    Zum Vergleich: Bei ZIM Integrated waren auf Basis des Dividendenvorschlags für das vergangene Jahr gerade mal 61.700 Euro nötig, beim Verpackungsspezialisten Amcor mussten immerhin 205.000 Euro berappt werden. Dafür darf bei Paychex langfristig aber sowohl mit der höheren Zuverlässigkeit als auch der größeren Steigerung gerechnet werden.


    Übersicht zur Dividende von Paychex

    Marktkapitalisierung: 35,35 Milliarden US-Dollar

    Dividende erhöht: 12 Jahre in Folge

    Dividende nicht reduziert: 12 Jahre in Folge

    Dividende kontinuierlich ausgeschüttet: 36 Jahre in Folge

    Durchschnittliche Erhöhung der Dividende in 10 Jahren: 10.2 Prozent p.a.

    Zeitplan (voraussichtlich)

    01.05.2026: Dividendenankündigung

    11.05.2026: Ex-Tag

    11.05.2026: Record Date

    29.05.2026: Dividendenzahlung

    Kalenderjahr Dividendenrendite in % Dividende in USD
    2026e 4,48 4,40
    2025 2,55 4,02
    2024 3,04 3,65
    2023 3,11 3,26
    2022 2,24 2,77
    2021 2,49 2,52
    2020 3,43 2,48
    2019 2,68 2,30
    2018 3,14 2,06
    2017 3,11 1,84
    2016 3,10 1,68

    Quellen: SeekingAlpha, MarketScreener
    Hinweis: Zur Errechnung der zurückliegenden Dividendenrendite wurde der Schlusskurs am Ende des jeweiligen Jahres genommen, beziehungsweise bei den Prognosen der aktuelle Kurs.

    Die optimale Dividendenstrategie

    Eine optimale langfristige Dividendenstrategie hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter dem individuellen Risikoprofil, den Anlagezielen und der finanziellen Situation. Hier sind jedoch einige allgemeine Prinzipien, die empfohlen werden können:

    Diversifikation: Investieren Sie in eine breite Palette von Unternehmen und Sektoren, um das Risiko zu streuen. Diversifikation kann helfen, das Portfoliorisiko zu mindern, da nicht alle Sektoren gleichzeitig von Marktschwankungen betroffen sind.

    Qualitätsaktien wählen: Achten Sie auf Unternehmen mit einer starken Bilanz, stabilen Cashflows und einer Geschichte von zuverlässigen und wachsenden Ausschüttungen. Solche Unternehmen sind oft besser positioniert, um auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Dividenden zu zahlen.

    Reinvestition von Dividenden: Das Reinvestieren von Dividenden kann das Wachstum des Portfolios beschleunigen. Durch den Zinseszinseffekt können reinvestierte Dividenden über die Zeit einen signifikanten Beitrag zum Gesamtertrag des Portfolios leisten.

    Langfristige Perspektive: Dividendenstrategien sind oft langfristig ausgerichtet. Marktschwankungen sollten daher nicht zu überstürzten Entscheidungen führen. Geduld und Beständigkeit sind Schlüssel zum Erfolg.

    Steuereffizienz berücksichtigen: Die steuerliche Behandlung von Dividenden kann je nach Land und individueller Situation variieren. Es ist wichtig, Steuereffekte in die Strategie einzubeziehen.

    Überwachung und Anpassung des Portfolios: Portfolios sollten regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden, um sicherzustellen, dass es weiterhin den eigenen Anlagezielen entspricht und gut diversifiziert bleibt.

    Bewertung: Achten Sie auf die Bewertung der Aktien. Hohe Dividendenrenditen sind nicht immer ein gutes Zeichen; sie können auch ein Hinweis auf Probleme im Unternehmen sein.

    Verwendung von Dividendenfonds, -ETFs: Für Anleger, die nicht direkt einzelne Aktien auswählen möchten, können Dividendenfonds eine praktikable Alternative sein, da sie eine gute Möglichkeit zur Diversifikation bieten.

    Fazit:

    Dividendeninvestitionen können eine großartige Möglichkeit sein, ein passives Einkommen aufzubauen. Indem Sie sich auf Unternehmen mit stabiler Dividendenhistorie konzentrieren, können Sie Ihr Portfolio schrittweise ausbauen. Dabei ist natürlich immer zu beachten, dass Investitionen in Dividendenaktien – wie alle Investitionen – mit Risiken verbunden sind.

    Weitere interessante Dividenden-Aktien befinden sich übrigens auch in der Dividenden-Watchlist unseres Börsenexperten Markus Weingran, dessen Börsenlounge sich täglich mit aktuellen Marktentwicklungen, Investitionstipps und Finanzthemen befasst.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

    Die Paychex Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,02 % und einem Kurs von 83,38EUR auf Tradegate (06. Februar 2026, 22:26 Uhr) gehandelt.

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    Verfasst vonRedakteurMax Gross
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