Ertragsmaschine läuft
UniCredit glänzt mit Ergebnissen und schraubt Dividenden nach oben
Die italienische Großbank UniCredit hat mit ihren Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 überzeugt und schürt hohe Erwartungen für die kommenden Jahre.
- UniCredit erzielt Rekordgewinne trotz Sonderbelastungen.
- Stabiler Umsatz und strikte Kostendisziplin beibehalten.
- 50 Mrd. Euro Ausschüttungen an Aktionäre bis 2030.
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Trotz hoher Sonderbelastungen präsentiert UniCredit Rekordgewinne, eine robuste Kapitalbasis und ambitionierte Ziele für die kommenden Jahre. Der Strategiewechsel vom Programm "UniCredit Unlocked" hin zu "UniCredit Unlimited" markiert den Beginn einer neuen Wachstumsphase.
Rekordjahr trotz Sonderbelastungen
UniCredit steigerte den Nettogewinn 2025 um 14 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Damit übertraf die Bank nicht nur die Erwartungen der Analysten, sondern absorbierte zugleich außergewöhnliche Belastungen in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro, unter anderem aus Integrationskosten und Absicherungen des strategischen Portfolios.
Die Eigenkapitalrendite (RoTE) verbesserte sich auf 19,2 Prozent, während die Gesamtausschüttungen an die Aktionäre mit 9,5 Milliarden Euro ein neues Hoch erreichten. Davon entfielen 4,75 Milliarden Euro auf Bardividenden.
Stabile Erträge und strikte Kostendisziplin
Die Erträge blieben mit 24,5 Milliarden Euro trotz sinkender Zinsen stabil. Insbesondere das provisionsbasierte Geschäft und das Versicherungsergebnis erwiesen sich als tragende Säulen. Die Kosten lagen mit 9,4 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau, obwohl UniCredit weiter kräftig in Technologie, Daten und Künstliche Intelligenz investiert. Das Ergebnis ist eine Kosten-Ertrags-Quote von 38 Prozent – ein Spitzenwert im europäischen Bankensektor.
"UniCredit Unlimited"
Mit dem neuen Strategieprogramm „UniCredit Unlimited“ will die Bank ihre Marktanteile ausbauen und zugleich neue Maßstäbe bei Effizienz und Kapitalexzellenz setzen. Für 2026 peilt UniCredit einen Nettoumsatz von über 25 Milliarden Euro, Kosten von maximal 9,4 Milliarden Euro und einen Gewinn von rund 11 Milliarden Euro an. Die Eigenkapitalrendite soll dabei über 20 Prozent liegen.
Bis 2028 soll der Nettoumsatz auf rund 27,5 Milliarden Euro steigen, der Gewinn auf etwa 13 Milliarden Euro.
50 Milliarden Euro für Aktionäre bis 2030
Besonders aufmerksam verfolgen Investoren die Ausschüttungspolitik. UniCredit will über die nächsten fünf Jahre rund 50 Milliarden Euro an die Aktionäre zurückführen. Rund 80 Prozent des Gewinns sollen regelmäßig über Dividenden und Aktienrückkäufe ausgeschüttet werden.
Konzernchef Andrea Orcel sieht die Bank damit auf einem klaren Erfolgskurs. Seit seinem Amtsantritt 2021 hat er Stellen abgebaut, unprofitable Geschäfte beendet und Ressourcen neu ausgerichtet. Die Aktie hat sich in dieser Zeit mehr als versiebenfacht.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
Die UniCredit Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +2,19 % und einem Kurs von 76,05EUR auf Tradegate (09. Februar 2026, 08:34 Uhr) gehandelt.

