WhatsApp unter Druck
KI-Streit eskaliert: EU droht Meta mit Sofortmaßnahme!
Die Europäische Kommission wirft Meta vor, KI-Konkurrenten von WhatsApp auszuschließen. Nun drohen Sofortmaßnahmen mit Signalwirkung für den gesamten Markt.
- EU wirft Meta Ausschluss von KI-Rivalen vor.
- Meta AI ist seit Januar exklusiv auf WhatsApp.
- Sofortmaßnahmen könnten Wettbewerbsmarkt beeinflussen.
- Report: Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Europäische Kommission geht gegen Meta Platforms vor, wie Reuters berichtete. Die Wettbewerbshüter werfen dem Konzern vor, gegen das Wettbewerbsrecht der Europäischen Union zu verstoßen. Meta soll Rivalen im Bereich der künstlichen Intelligenz von WhatsApp ausgeschlossen haben.
Auslöser ist eine neue Regel von Meta. Seit dem 15. Januar ist auf WhatsApp nur noch der eigene Assistent Meta AI zugelassen. Andere Anbieter künstlicher Intelligenz haben keinen Zugang mehr zu dem Dienst.
Die Meta-Aktie zeigte am Montagvormittag kaum Bewegung und notierte vorbörslich leicht im Minus bei 657,49 US-Dollar, ein Rückgang von 0,6 Prozent (Stand 11:44 Uhr MEZ).
Kommission sieht Gefahr für den Markt
Die Kommission hat Meta eine sogenannte Mitteilung der Beschwerdepunkte zugestellt. Darin legt sie ihre Vorwürfe dar. Zugleich droht sie mit einer schnellen Eingreifmaßnahme.
"Die Kommission beabsichtigt daher, vorläufige Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass diese Änderung der Geschäftspolitik dem Markt schweren und irreparablen Schaden zufügt", erklärte die Behörde. Die Entscheidung stehe unter dem Vorbehalt der Antwort von Meta und seiner Verteidigungsrechte.
Ob es zu solchen Maßnahmen kommt, hängt von der Stellungnahme des Konzerns ab. Die Europäische Kommission agiert dabei als zentrale Kartellbehörde der Europäischen Union.
Meta weist Vorwürfe zurück
Meta reagierte scharf auf das Vorgehen aus Brüssel. Ein Sprecher des Unternehmens wies die Vorwürfe zurück. Es gebe keinen Grund für ein Eingreifen der Europäischen Union.
"Tatsache ist, dass es für die EU keinen Grund gibt, in die WhatsApp Business API einzugreifen", teilte der Sprecher per E-Mail mit. Es existierten viele Angebote für künstliche Intelligenz. Nutzer könnten diese über App-Stores, Betriebssysteme, Geräte, Websites und Industriepartnerschaften verwenden.
Zudem stelle die Argumentation der Kommission die Bedeutung von WhatsApp falsch dar: "Die Logik der Kommission geht fälschlicherweise davon aus, dass die WhatsApp Business API ein wichtiger Vertriebskanal für diese Chatbots ist."
Der Fall könnte weitreichende Folgen für den Wettbewerb im Markt für künstliche Intelligenz haben. Er dürfte auch ein Signal an andere große Digitalkonzerne senden.
Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
Die Meta Platforms (A) Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,59 % und einem Kurs von 556,2USD auf Tradegate (09. Februar 2026, 11:59 Uhr) gehandelt.
