Nvidia-Zulieferer im Clinch
HBM4-Chip kommt früher als erwartet: Samsungs Angriff auf Microns KI-Milliarden!
Samsung will noch in diesem Monat HBM4 in Serie fertigen. Die Chips sind für Nvidia-KI-Prozessoren entscheidend. Micron lässt sich Zeit. Wer gewinnt den Lieferkampf?
- Samsung startet HBM4-Produktion noch diesen Monat.
- Chips sind entscheidend für Nvidia-KI-Prozessoren.
- Micron bleibt gelassen, Marktanteil stabil erwartet.
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Anleger reagierten auf Berichte, wonach der Konzern noch in diesem Monat mit der Großserienfertigung der nächsten Generation von Hochbandbreiten-Speicherchips beginnen will. Das könnte den US-Konkurrenten Micron Technology stärker unter Druck setzen.
Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap News Agency am Sonntag unter Berufung auf Branchenquellen meldete, will Samsung noch in diesem Monat die Massenproduktion von High Bandwidth Memory der vierten Generation starten, kurz Hochbandbreiten-Speicher der vierten Generation. Diese Chips sollen in Prozessoren für Künstliche Intelligenz von Nvidia zum Einsatz kommen. Im lokalen Handel stieg die Aktie um die fünf Prozent.
Der Markt für Hochbandbreiten-Speicher ist für die aktuellen Künstliche-Intelligenz-Chips zentral. Micron konkurriert dabei vor allem mit den südkoreanischen Anbietern Samsung und SK Hynix. Die Nachfrage nach Hochbandbreiten-Speicher gilt als Treiber, weil diese Produkte höhere Margen als herkömmliche Speicherkomponenten erzielen.
Samsung, SK Hynix und Micron ringen um Lieferplätze bei Nvidia und weiteren Herstellern von Künstliche-Intelligenz-Chips. Micron-Chef Sanjay Mehrotra sagte laut Barron’s in der jüngsten Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen, Micron werde die eigene Produktion der nächsten Generation im zweiten Quartal 2026 hochfahren.
Trotz des neuen Tempos bei Samsung erwarten viele Analysten weiterhin, dass Micron seine jüngst gewonnenen Anteile verteidigen kann. An der Wall Street gilt als Basisszenario, dass Micron den Marktanteil von 20 bis 25 Prozent im Hochbandbreiten-Speicher-Markt halten kann, den das Unternehmen im vergangenen Jahr erobert hat.
UBS-Analyst Timothy Arcuri begründete die Gelassenheit vieler Investoren zuletzt mit der Beschaffungsstrategie der Chipkunden:
"Alle großen Anbieter von KI-Beschleunigern konzentrieren sich auf eine Strategie mit drei Lieferanten, anstatt sich in einigen Fällen stark auf nur zwei Lieferanten zu verlassen."
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion

