Getränkeriese
Coca-Cola: Die eine Zahl im Quartalsbericht, die Anleger jetzt nervös macht!
Umsatz rauf, Gewinn je Aktie rauf – und trotzdem bricht das operative Ergebnis ein. Was hinter dem 960-Mio.-Dollar-Schock steckt und was Coca-Cola für 2026 verspricht.
- Umsatz und Gewinn steigen, operatives Ergebnis bricht.
- 960-Mio.-Dollar-Wertminderung belastet Ergebnis stark.
- 2026: Coca-Cola verspricht Wachstum und hohe Dividende.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Auf den ersten Blick liest sich das neue Zahlenpaket von Coca-Cola wie ein Lehrbuchbeispiel für Stabilität: Im vierten Quartal stiegen die Erlöse auf 11,8 Milliarden US-Dollar (+2 Prozent), organisch sogar um 5 Prozent. Auch der Absatz stieg leicht – das weltweite Absatzvolumen legte um 1 Prozent zu. Beim Gewinn je Aktie meldet der Getränke-Riese ebenfalls Wachstum: 0,53 Dollar (+4 Prozent), bereinigt 0,58 Dollar (+6 Prozent).
Doch dann kommt die Zahl, die vielen Anlegern den Atem stocken lässt: Das operative Ergebnis rutschte im Quartal um 32 Prozent ab. Wie passt das zusammen?
Der Knackpunkt liegt nicht im Kerngeschäft, sondern in einem Sondereffekt: Coca-Cola verbuchte eine nicht zahlungswirksame Wertminderung von 960 Millionen US-Dollar auf die Marke BODYARMOR. Hinzu kam Gegenwind durch Wechselkurse. Bereinigt und währungsneutral zeigt sich ein ganz anderes Bild: Das vergleichbare operative Ergebnis legte um 13 Prozent zu, getragen von organischem Wachstum und strikter Kostenkontrolle.
Auch der Blick aufs Gesamtjahr 2025 liefert ein zweigeteiltes Signal: Der Umsatz stieg auf 47,9 Milliarden US-Dollar (+2 Prozent), organisch +5 Prozent. Der Gewinn je Aktie sprang auf 3,04 US-Dollar (+23 Prozent), bereinigt lag er bei 3,00 US-Dollar (+4 Prozent). Beim Cashflow fällt eine weitere "versteckte" Story auf: Der operative Cashflow betrug 7,4 Milliarden US-Dollar, der freie Cashflow 5,3 Milliarden US-Dollar – gedrückt durch eine große Zahlung rund um Fairlife. Ohne diesen Effekt läge der freie Cashflow bei 11,4 Milliarden US-Dollar.
Und jetzt? Coca-Cola liefert gleich die nächste Vorlage für Spekulationen. Für das Jahr 2026 stellt das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent in Aussicht. Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt der Konzern ein Plus von 7 bis 8 Prozent an, beim freien Cashflow sind es rund 12,2 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommen Dividenden (2025: 8,8 Milliarden US-Dollar zum 63. Mal in Folge erhöht) sowie eine verbleibende Aktienrückkauf-Ermächtigung von rund 5,2 Milliarden US-Dollar.
Die entscheidende Frage für Anleger lautet somit: War das Quartal wirklich ein Warnsignal – oder hat lediglich der "BODYARMOR-Schock" das Bild verzerrt?
Im vorbörslichen Handel an der Nasdaq gab die Coca-Cola-Aktie zeitweise um mehr als drei Prozent nach und fiel auf 75,50 US-Dollar je Anteilsschein.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion
Die Coca-Cola Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -4,08 % und einem Kurs von 62,76EUR auf Tradegate (10. Februar 2026, 13:16 Uhr) gehandelt.

