Gewinnexplosion im DAX
Siemens Energy verdreifacht Ergebnis – Aktie schießt auf neues Allzeithoch
102 neue Turbinen, Rekord-Auftragsbestand und Gewinnsprung: Siemens Energy hat Zahlen geliefert wie ein Tech-Konzern. Die Aktie zieht steil an.
- Umsatz und Gewinn stark gestiegen, Rekordwerte erreicht.
- 102 neue Turbinen bestellt, Auftragseingang boomt.
- Prognose bestätigt: 11-13% Umsatzwachstum 2026.
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Siemens Energy ist mit einem starken Auftakt ins Geschäftsjahr 2025/26 gestartet und hat sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich gesteigert. Der Konzern profitierte dabei vor allem vom KI-getriebenen Ausbau globaler Rechenzentren, der die Nachfrage nach großen Gasturbinen und Netztechnik weiter anheizt. Der Nettogewinn für die drei Monate bis Ende Dezember 2025 stieg auf 677 Millionen Euro, nach 198 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich von 0,23 auf 0,78 Euro. Der Umsatz kletterte von 8,94 auf 9,68 Milliarden Euro.
Operativ lief es noch besser: Das bereinigte Konzernergebnis verdoppelte sich auf 1,16 Milliarden Euro, die Marge stieg auf 12 Prozent und lag damit deutlich über den Erwartungen. Treiber waren höhere Volumina, eine verbesserte Margenqualität sowie Fortschritte in der angeschlagenen Windsparte Siemens Gamesa, die ihren operativen Verlust von 374 auf 46 Millionen Euro senken konnte. Gamesa liegt damit klar über Plan und soll im Gesamtjahr die Gewinnschwelle erreichen.
Der Auftragseingang des Konzerns sprang um ein Drittel auf 17,6 Milliarden Euro – 3 Milliarden mehr als von Analysten erwartet. Besonders stark war das Gasgeschäft: 102 neue Gasturbinen wurden bestellt, mehr als die Hälfte des gesamten Vorjahresvolumens. Die Orders in diesem Bereich erreichten mit 8,75 Milliarden Euro ein Allzeithoch. Auch die Netztechnik profitierte massiv vom globalen Stromhunger der Industrie und vom KI-Boom. Siemens Energy sitzt nun auf einem Rekord-Auftragsbestand von 146 Milliarden Euro – genug für rund drei Jahre Umsatz.
Die Aktie reagiert und legt vorbörslich um knapp 6 Prozent auf ein neues Rekordhoch zu. Der Konzern ist inzwischen das sechstwertvollste börsennotierte Unternehmen Deutschlands. Vorstandschef Christian Bruch sprach von einer "anhaltend hohen Nachfrage" nach Gasturbinen und Netztechnik und verwies für das Windgeschäft auf "erste Anzeichen für eine leichte Verbesserung".
Siemens Energy bestätigte seine Jahresprognose: Für 2026 erwartet der Konzern ein Umsatzwachstum zwischen 11 und 13 Prozent, eine operative Marge von 9 bis 11 Prozent sowie einen Nettogewinn zwischen 3 und 4 Milliarden Euro. Der globale Ausbau von Rechenzentren und der steigende Strombedarf dürften das Wachstum weiter tragen. Die USA – bereits heute größter Einzelmarkt – sollen mit zusätzlichen Investitionen von 1 Milliarde US-Dollar weiter gestärkt werden.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

