Hebel-Idee | Long-Chance

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    LVMH-Aktie: Ausgerechnet ein Konkurrent hat jetzt das Einstiegssignal geliefert!

    Der französische Luxusgüterkonzern Kering hat am Dienstag überraschend gute Quartalszahlen geliefert. Das verleiht auch der Aktie von LVMH neuen Schwung.

    Hebel-Idee | Long-Chance - LVMH-Aktie: Ausgerechnet ein Konkurrent hat jetzt das Einstiegssignal geliefert!

    Willkommen zum wallstreetONLINE-TrendFinder – LVMH

    Die bei Anlegerinnen und Anleger lange beliebten Aktien von Luxusgüterkonzern hatten nach einem Hoch Frühjahr 2023 einen schwierigen Stand. Die Branche hatte mit einem kontinuierlich sinkenden Verbrauchervertrauen, Wachstumssorgen insbesondere in China sowie mit Margendruck zu kämpfen. Das ließ die Kurse zum Teil um die Hälfte einbrechen. Erst im vergangenen Jahr zeichnete sich eine erste zaghafte Erholung und eine Rückkehr zum Wachstum ab.

    Die jüngst von LVMH vorgelegten Quartalszahlen enttäuschten den Markt jedoch erneut. Zwar war es dem Unternehmen gelungen, in einem von Handelshemmnissen geprägten Marktumfeld seine Erlöse um 1 Prozent auf 22,7 Milliarden Euro zu steigern – auch dank wachsender Bestellungen aus dem Reich der Mitte –, doch der Kampf um Marktanteile wurde auch über den Preis ausgetragen, sodass der operative Gewinn zur Enttäuschung der Investoren um 9 Prozent nachgab.

    Die Aktie legte den Rückwärtsgang ein und konnte erst in den vergangenen Tagen wieder Halt finden. Am Dienstag meldete sich schließlich Mitbewerber Kering zu Wort. Der Inhaber von Gucci verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar einen Umsatz- als auch einen Gewinnrückgang, allerdings weniger stark als befürchtet. Außerdem beobachtete auch das Kering-Management eine Erholung auf dem chinesischen Markt. Das genügte für zweistellige Kursgewinne, von denen auch die LVMH-Aktie profitierte – und das genau zu einem charttechnisch äußerst wichtigen Zeitpunkt. 

    LVMH Chartsignale

    • Kurzfristige Korrekturbewegung: Nach einer erfolgreichen Erholung in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres setzten in den letzten Wochen Gewinnmitnahmen ein.
    • Unterstützung gefunden: Im Bereich der Aufwärtstrendlinie sowie des GD200 ist die LVMH-Aktie auf Kaufinteresse gestoßen. Das deutet auf einen Support hin.
    • Bodenbildung absehbar: Solange der Bereich um 535 Euro nicht nachhaltig aufgegeben wird, dürfte hier ein Boden für eine Gegenbewegung zustande kommen.
    • Erholung der techn. Indikatoren: Sowohl der RSI als auch der MACD konnten sich in den vergangenen Tagen geringfügig verbessern. Es könnte zu einer Erholung kommen.

     

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    LVMH: Retten die Kering-Zahlen den Aufwärtstrend?

    Ausgehend vom Allzeithoch bei rund 900 Euro, markiert im April 2023, handelt die LVMH-Aktie in einer übergeordneten Abwärtsbewegung, welche die zwischenzeitlich verschlechterten Wachstumsaussichten widerspiegelt. Dieser Abwärtstrend verschärfte sich im vergangenen Jahr unter dem Eindruck des Handels- und Zollkonflikts sowohl zwischen den USA und China als auch den USA und der Europäischen Union.

    Nach der Beilegung dieser Streitigkeiten und ersten ermutigenden Signalen aus dem Reich der Mitte setzte in der zweiten Jahreshälfte schließlich eine Erholung ein, welche mit dem Sprung zunächst über die 50-Tage-Linie und anschließend auch über die 200-Tage-Linie für prozyklische Kaufsignale sorgte. Am Widerstand bei 650 Euro war für die Käuferinnen und Käufer allerdings kein Vorbeikommen. Hier hing die Aktie wochenlang fest, ehe sie im Januar den Rückwärtsgang einlegte und den bearishen Divergenzen in der technischen Indikation zum Opfer fiel.

    Der Bruch der 50-Tage-Linie führte zu einem ersten Verkaufssignal, dem mit dem Unterschreiten von 600 Euro rasch ein zweites folgte. Zwar kam es zwischenzeitlich zu einem Pullback, doch dieser bestätigte nun den veränderten Charakter der 600-Euro-Marke von einer Unterstützung zum Widerstand. Erst im Bereich von 535 Euro, wo neben der 200-Tage-Linie auch die Aufwärtstrendlinie aus dem vergangenen Sommer liegt, traf die Aktie auf nachhaltiges Kaufinteresse.

    Wenn dieser Bereich hält, sieht es für die Aktie wieder gut aus

    Mit den Kursgewinnen vom Dienstag ist eine Verteidigung des für eine Gegenbewegung der Aktie kritischen Preisbereiches noch einmal wahrscheinlicher geworden. Kann sich LVMH in den kommenden Tagen noch über die 200-Tage-Linie steigern, wäre die Bodenbildung abgeschlossen und ein erstes Kaufsignal generiert. Platz wäre dann zunächst bis 600 Euro.

    Für eine Erholung in diesen Bereich sprechen aus technischer Perspektive auch der Relative-Stärke-Index (RSI) sowie der Trendstärkeindikator MACD. Während sich der RSI von überverkauften Niveaus erholen konnte, deutet der MACD einen Sprung über seine (rote) Signallinie an.

    Damit wäre zwar noch kein neuer Aufwärtstrend angezeigt (das ist erst beim Sprung über die Nulllinie der Fall), aber eine Entspannung in der laufenden Korrekturbewegung wäre gegeben. Das genügt häufig schon für erste Erholungsgewinne, die dann den Boden auch für eine nachhaltige Trendwende bereiten können. Um dieses Setup nicht zu gefährden, darf die LVMH-Aktie aber nicht nachhaltig (also mindestens auf Wochenschlusskursbasis) unter die Aufwärtstrendlinie fallen.

    Neben der Bewertung rät auch die Analystenschar zum Kauf der Aktie

    Auch mit Blick auf die Fundamentaldaten ist eine Wiederaufnahme des im vergangenen Jahr gestarteten Erholungstrends wahrscheinlich. Für 2026 ist LVMH mit einem KGVe von 23,0 bewertet. Das liegt deutlich unter dem 10-Jahres-Mittel von 27,8. Die direkten Mitbewerber Hermès und Kering sind mit Gewinnvielfachen von 43,5 beziehungsweise 31,4 deutlich höher bewertet.

    Zwar kann demgegenüber Kering beim Verhältnis zwischen Unternehmenswert und operativem Gewinn (EV/EBITDA) überzeugen, wo ein Wert 9,3 dem 11,5-Fachen von LVMH gegenübersteht. Dafür sind bei LVMH wiederum die Cashflow-Rendite (4,2 Prozent) sowie die Dividendenrendite (2,5 vs. 1,7 Prozent) höher. Hermès ist hier mit 2,2 und 1,0 Prozent aus einer fundamentalen Perspektive völlig uninteressant. Gegenüber der historischen Norm ergibt sich bei der LVMH-Aktie ein Aufholpotenzial von etwa 20 Prozent.

    Das lässt sich hervorragend in Übereinstimmung mit den Schätzungen der Analystinnen und Analysten bringen, welche den fairen Wert der Aktie bei durchschnittlich 644,76 Euro sehen, was einer impliziten Upside von 20,4 Prozent entspricht. Bei insgesamt 28 Einschätzungen ist LVMH 14 Mal zum "Kaufen" oder "Übergewichten" empfohlen. 12 weitere Expertinnen und Experten raten zum Halten, während nur eine Empfehlung zum Verkauf von Positionen vorliegt. Damit ergibt sich insgesamt ein mit "Übergewichten" zuversichtlicher Analystenkonsens.

    LVMH auf einen Blick

    • ISIN: FR0000121014
    • Marktkapitalisierung: 265,8 Milliarden Euro
    • Dividendenrendite: 2,5 Prozent
    • KGVe 2026: 23,0
    • Durchschnittliche Analystenempfehlung: Übergewichten
    • Fairer Wert (laut Konsens): 644,76 Euro
    • Aufwärtspotenzial: +20,4 Prozent

     

    Die TrendFinder-Hebel-Idee

    Der Rückenwind durch solide Zahlen der Konkurrenz, eine solide Ausgangslage im Chart sowie eine sowohl im Branchen- als auch im historischen Vergleich attraktive Unternehmensbewertung sprechen jetzt für eine Fortsetzung der im vergangenen Jahr gestarteten Erholungsbewegung und damit eine klare Einstiegschance.

    Anlegerinnen und Anleger, die aus dieser das Maximum herausholen wollen, können anstatt der Aktie auch auf den Discount-Optionsschein MM4N75 setzen. Dieser bietet einen maximalen Auszahlungsbetrag von 5,00 Euro und damit eine Rendite-Chance von bis zu 114,6 Prozent, wenn die LVMH-Aktie bis zum Laufzeitende im September auf oder über die Kappungsgrenze (Cap) von 580,00 Euro klettert. Für Kurse zwischen dem Basispreis von 530,00 Euro und dem Cap wartet eine anteilige Auszahlung, die für einige beispielhafte Fälle wie folgt lautet:

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    Doch Vorsicht: Sollte LVMH zum Laufzeitende unter 530,00 Euro notieren, verfällt MM4N75 wertlos. Es besteht also Totalverlustgefahr! Daher sollte die Position vorzeitig verkauft und der Restwert gesichert werden, wenn die Aktie nachhaltig (also mindestens auf Wochenschlusskursbasis) unter 500,00 Euro fällt – das gilt umso mehr, je näher der Verfallstag im September rückt.

     

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonRedakteurMax Gross
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