US-Dollar vor der Todesspirale
Gold-Bombe vor der Detonation – warum jetzt sogar 12.000 US-Dollar möglich sind
Ein Top-Analyst warnt vor einer Dollar-"Todesspirale" und sieht Gold erst am Anfang eines historischen Bullenlaufs. In seinem Extrem-Szenario steigt das Edelmetall bis auf 12.000 US-Dollar.
- Analyst warnt vor Dollar-"Todesspirale" für USA.
- Gold könnte auf 8.000 bis 12.000 US-Dollar steigen.
- Markt reagiert auf schwache Einzelhandelsumsätze.
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Der Goldmarkt bekommt neuen Auftrieb durch eine spektakuläre Prognose des Investors Daniel Oliver, Gründer des auf Edelmetalle spezialisierten Hedgefonds Myrmikan Capital. Oliver erwartet eine mehrstufige Rallye, die Gold auf 8.000 bis 12.000 US-Dollar pro Unze treiben könnte – getrieben von strukturellen Problemen des US-Finanzsystems. In einer vielbeachteten Analyse beschreibt er die USA als "Gefangene einer Gelddruckfalle", in der steigende Zinsen, massive Staatsschulden und ausgereizte Bilanzen der Notenbank unweigerlich zu einer Neubewertung von Gold führen müssten.
Oliver skizziert drei Phasen dieses möglichen Superzyklus. Die erste habe 2022 begonnen, als die USA russische Dollarreserven eingefroren und damit viele Vermögensverwalter an die Rolle von Gold als politisch unangreifbare Reserve erinnerte. Die zweite Phase erwartet er, wenn die künftige Fed-Führung – unter Donald Trumps Kandidaten Kevin Warsh – angesichts auslaufender US-Staatsanleihen im Volumen von rund 10 Billionen US-Dollar gezwungen wäre, erneut massiv Anleihen zu kaufen. Eine dritte Phase beschreibt er als "Todesspirale", in der höhere Zinsen die Defizite so stark erhöhen, dass der Staat nur noch mit Hilfe der Notenbank zahlungsfähig bleibt.
Parallel dazu sortiert sich der Markt nach den überraschend schwachen US-Einzelhandelsumsätzen vom Dienstag neu. Der heute veröffentlichte Arbeitsmarktbericht fiel zwar besser aus als befürchtet, änderte aber wenig an der übergeordneten Erwartung einer abkühlenden Konjunktur. Analyst Achilleas Georgolopoulos sprach von einer "gezielten Erwartungssteuerung", mit der US-Regierungsberater in den vergangenen Tagen versucht hätten, negative Überraschungen abzufedern und die Risikobereitschaft der Märkte zu bremsen.
Auch geopolitische Spannungen stützen die Edelmetalle: Laut Wall Street Journal erwägen die USA neue Maßnahmen gegen iranische Öltanker, während Premierminister Benjamin Netanjahu in Washington erwartet wird.
Vor diesem Hintergrund stiegen Gold-Futures am Mittwoch um rund 2 Prozent auf bis zu 5.121,80 US-Dollar pro Unze, Silber sogar um 6 Prozent auf 85,46 US-Dollar. Beide Rohstoffe erholen sich damit langsam weiter von ihren schweren Verlusten Ende Januar.
Oliver hält fest: "Wir stehen erst am Anfang." Er verweist darauf, dass Goldminenaktien trotz der jüngsten Rallye weiterhin unterbewertet seien und frühere Kapitalabflüsse zeigen, dass große Anleger bislang kaum positioniert sind. Die eigentliche Neubewertung, so Oliver, stehe noch bevor – und könnte explosiv ausfallen.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

