Sanierung frisst Ergebnis

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    Thyssenkrupp-Zahlen reißen durch Stahlumbau ein Loch in die Bilanz

    Thyssenkrupp veröffentlicht neue Quartalszahlen und rutscht wegen hoher Kosten für die Sanierung des Stahlgeschäfts deutlich tiefer in die roten Zahlen als erwartet.

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    Sanierung frisst Ergebnis - Thyssenkrupp-Zahlen reißen durch Stahlumbau ein Loch in die Bilanz

    Der Industriekonzern Thyssenkrupp ist mit einem deutlichen Verlust ins neue Geschäftsjahr gestartet. Massive Restrukturierungskosten in der Stahlsparte sowie Abschreibungen im Zuge geplanter Verkäufe haben das Ergebnis schwer belastet. Operativ hingegen konnte das Unternehmen trotz rückläufiger Umsätze zulegen – und übertraf damit die Erwartungen des Marktes.

    Die Aktie notiert am Donnerstagmorgen über 3 Prozent im Minus bei 11,89 Euro.

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    Nettoverlust von 353 Millionen Euro

    Im ersten Geschäftsquartal weitete sich der Nettoverlust auf 353 Millionen Euro aus. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus noch 51 Millionen Euro betragen. Laut LSEG hatten Analysten sogar im Durchschnitt mit einem Nettogewinn von rund 32 Millionen Euro gerechnet.

    Hauptursache für das deutlich schlechtere Abschneiden waren Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 401 Millionen Euro im Segment Steel Europe. Hinzu kamen Wertberichtigungen von 30 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf des Kerngeschäfts von Automation Engineering.

    Das Ergebnis je Aktie lag bei minus 0,57 Euro nach minus 0,08 Euro im Vorjahr.

    Operatives Geschäft überrascht positiv

    Während unter dem Strich ein deutlicher Fehlbetrag steht, entwickelte sich das operative Geschäft robuster als erwartet. Das bereinigte EBIT stieg um zehn Prozent auf 211 Millionen Euro nach 191 Millionen Euro im Vorjahr. Analysten hatten lediglich mit 198 Millionen Euro gerechnet.

    Konzernchef Miguel López sprach von einem "klaren Zeichen für die Fortschritte bei Effizienz, Kosten und Struktur". Maßgeblich verantwortlich für die Verbesserung war das konzernweite Performance-Programm APEX.

    Der Umsatz sank hingegen infolge einer schwächeren Nachfrage sowie niedrigerer Preise um acht Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Auch der Auftragseingang brach deutlich ein – um 38 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro.

    Stahlgeschäft bleibt Dreh- und Angelpunkt der Konzernstrategie

    Den größten operativen Ergebnisbeitrag lieferte erneut das Stahlgeschäft. Trotz geringerer Absatzmengen profitierte Steel Europe von gesunkenen Rohstoffkosten und Effizienzmaßnahmen.

    Gleichzeitig ist die Stahlsparte Kern der aktuellen Konzerntransformation. Thyssenkrupp verhandelt weiterhin mit der indischen Jindal Steel über einen möglichen Verkauf.

    Eine Lösung für das traditionsreiche Stahlgeschäft gilt als Herzstück der Strategie von CEO López, der den Konzern in eine Finanzholding mit eigenständig geführten Tochtergesellschaften umbauen will.

    Bereits umgesetzt wurden mehrere Verselbständigungen. So wurde der Marineschiffbauer TKMS im Oktober an die Börse gebracht. Auch die Elektrolyse-Tochter thyssenkrupp nucera wurde zuvor separat gelistet.

    Prognose bestätigt – Weitere Verluste erwartet

    Trotz der schwachen Ergebnisentwicklung unter dem Strich bestätigte Thyssenkrupp die Prognose für das Gesamtjahr 2025/26. Das bereinigte EBIT soll weiterhin zwischen 500 und 900 Millionen Euro liegen.

    Unter Berücksichtigung der Restrukturierungskosten, insbesondere im Stahlbereich, rechnet der Konzern jedoch weiterhin mit einem Jahresverlust zwischen 400 und 800 Millionen Euro.

    Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

    Die ThyssenKrupp Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -3,17 % und einem Kurs von 11,90EUR auf Tradegate (12. Februar 2026, 08:37 Uhr) gehandelt.



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    Verfasst vonRedakteurPascal Grunow
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