Rohstoff-Superzyklus
Kupferpreis vor der Mega-Explosion?
In den letzten Wochen ist der Kupferpreis weiter gestiegen. Einige Marktbeobachter spekulieren, dass dies der Beginn einer weiteren Rallye sein könnte. Erst Gold, dann Silber jetzt Kupfer? Pro- und Contra-Argumente!
- Kupferpreis steigt weiter, aktuell bei 13.166,50 USD.
- Weltweiter Kupfermangel treibt Nachfrage und Preise.
- Schwächerer Dollar und geopolitische Spannungen fördern Kauf.
- Report: Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
An der London Metal Exchange (LME) ist der Kupferpreis am Donnerstagvormittag um 0,45 Prozent auf 13.166,50 US-Dollar pro Tonne gestiegen. Damit liegt er noch deutlich unter seinem Allzeithoch. Anfang 2026 hatte der Kupferpreis neue historische Höchststände erreicht und notierte an der LME zeitweise deutlich über 14.000 US-Dollar pro Tonne.
Doch was sind die treibenden Kräfte für die Rallye? Ein Schlüsselfaktor ist der weltweite Kupfermangel, denn die Nachfrage scheint das Angebot bereits zu übersteigen. Insbesondere die industrielle Nachfrage, die durch Elektrifizierung und die zunehmende Verwendung von Kupfer in grünen Technologien und im KI-Bereich angetrieben wird, könnte diese Entwicklung weiter verstärken.
Eine Rolle spielt auch der schwächere US-Dollar, der Rohstoffe wie Kupfer für Investoren aus anderen Ländern attraktiver macht. Auch geopolitische Spannungen und die starke industrielle Entwicklung in Schwellenländern könnten zu einer zusätzlichen Nachfrage führen.
Obwohl die chinesischen Käufe vor den Feiertagen nächste Woche zurückgegangen sind, bleibt die Risikobereitschaft im Ausland bestehen, sagte Wu Kunjin, Leiter der Abteilung für Industriemetalle bei Minmetals Futures, gegenüber Bloomberg.
Der Spot-Handel mit raffiniertem Kupfer in China sank laut Angaben des Beratungsunternehmens Mysteel Global unter Berufung auf eine Umfrage unter Werken am Mittwoch auf 13.400 Tonnen, nachdem er am 2. Februar noch einen Höchststand von über 38.000 Tonnen erreicht hatte. Die offenen Positionen und Handelsvolumina an der Shanghai Futures Exchange sind auf den niedrigsten Stand seit November gesunken.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

