Unüberwindbare Hürde?

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    Bitcoin scheitert an der 70.000-Dollar-Marke – US-Jobdaten bremsen

    Starke US-Jobdaten stoppen Bitcoins Angriff auf die 70.000-Dollar-Marke, während zumindest ETF-Zuflüsse dem Markt etwas Halt geben.

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    Unüberwindbare Hürde? - Bitcoin scheitert an der 70.000-Dollar-Marke – US-Jobdaten bremsen

    Der Bitcoin hat den erneuten Anlauf auf die psychologisch wichtige Marke von 70.000 US-Dollar vorerst nicht geschafft. Die größte Kryptowährung notiert am Donnerstag rund 1,6 Prozent höher bei etwa 68.000 US-Dollar.

    Auch Ethereum, XRP, BNB und weitere Altcoins verzeichnen Kursgewinne von teils über vier Prozent. Die Erholung folgt jedoch auf deutliche Verluste im Zuge der Veröffentlichung überraschend starker US-Arbeitsmarktdaten, die Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung der Federal Reserve gedämpft haben.

    Starker Arbeitsmarkt lässt Zinssenkungsfantasien platzen

    Auslöser der jüngsten Turbulenzen waren die aktuellen Daten des Bureau of Labor Statistics. Demnach wurden im Januar 130.000 neue Stellen geschaffen – nahezu doppelt so viele wie von Ökonomen erwartet. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,3 Prozent, während sich das Lohnwachstum auf 3,7 Prozent verlangsamte.

    Die robusten Zahlen reduzierten die Wahrscheinlichkeit einer frühen Zinssenkung deutlich. Laut Daten des CME FedWatch Tools fiel die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im März von zuvor 21 Prozent auf lediglich sechs Prozent. Auch die Erwartungen für April wurden massiv zurückgenommen.

    Für risikobehaftete Anlageklassen wie Kryptowährungen gelten sinkende Zinserwartungen in der Regel als Belastungsfaktor. Entsprechend rutschte Bitcoin zeitweise unter die Marke von 66.000 US-Dollar und verlor binnen 24 Stunden mehr als vier Prozent.

    ETF-Zuflüsse wirken stabilisierend

    Unterstützung erhält der Markt derzeit von der ETF-Seite. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten zuletzt Nettozuflüsse von 166,6 Millionen US-Dollar an einem Handelstag. Damit summieren sich die Wochenzuflüsse auf 311,6 Millionen US-Dollar und gleichen die Abflüsse der Vorwoche nahezu vollständig aus.

    Die jüngste Entwicklung folgt auf drei Wochen mit kumulierten Abflüssen von über drei Milliarden US-Dollar. Trotz eines Kursrückgangs von rund 13 Prozent innerhalb von sieben Tagen scheint sich das Sentiment bei ETF-Investoren zu stabilisieren.

    Eric Balchunas, ETF-Analyst bei Bloomberg, schätzt, dass lediglich rund sechs Prozent der gesamten Vermögenswerte aus Bitcoin-ETFs abgezogen wurden, obwohl die Kurse deutlich gefallen waren. BlackRocks iShares Bitcoin Trust verwaltet weiterhin rund 60 Milliarden US-Dollar – nach einem Höchststand von 100 Milliarden US-Dollar.

    Goldman Sachs reduzierte im vierten Quartal 2025 seine Position im iShares Bitcoin Trust um 39 Prozent auf 40,6 Millionen Anteile. Gleichzeitig baute die Investmentbank erstmals Engagements in XRP- und Solana-ETFs auf.

     

    Makroumfeld bleibt Gegenwind

    Die kommenden Inflationsdaten dürften nun zur nächsten Richtungsentscheidung werden. Sollten die Verbraucherpreise erneut höher ausfallen als erwartet, dürfte sich die Erwartung einer längeren Hochzinsphase weiter verfestigen – mit entsprechendem Druck auf risikobehaftete Anlagen wie Bitcoin. Zeigen die Daten hingegen eine deutliche Abschwächung, könnte dies die Zinssenkungsfantasie neu beleben und dem Markt frische Dynamik verleihen.

    Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurPascal Grunow
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