Niederländer machen ernst
KI-Hammer: Nebius will Europas größtes KI-Datenzentrum bauen
Nebius plant eines der größte KI-Rechenzentren Europas – mit einer Kapazität von 240 Megawatt. Ein milliardenschweres Projekt, das Europas Cloud-Infrastruktur unabhängiger machen soll.
- Nebius baut 240 MW KI-Rechenzentrum in Frankreich.
- Ziel: Europas Cloud-Infrastruktur unabhängiger machen.
- Übernahme von Tavily stärkt Nebius' AI-Kompetenz.
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Nebius, ein auf AI-Cloud-Dienste spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Amsterdam, kündigte den Bau eines neuen, 240 Megawatt starken Datenzentrums in Béthune, Frankreich, an. Sobald es fertiggestellt ist, wird es zu den größten AI-Datenzentren in Europa gehören.
Nebius wurde 2024 aus der russischen Internetfirma Yandex ausgegliedert und hat seinen Fokus auf den Ausbau seiner Cloud-Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI) gelegt.
Der Konzern hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem zentralen Akteur in der globalen KI-Infrastruktur entwickelt. Das Unternehmen bietet spezialisierte Cloud-Dienste an, die im Gegensatz zu allgemeinen Anbietern (wie AWS oder Google Cloud) von Grund auf für High-Performance-Computing (HPC) und künstliche Intelligenz optimiert sind.
Der Standort, der auf dem Gelände eines ehemaligen Bridgestone-Reifenwerks entsteht, soll schrittweise Kapazitäten bereitstellen, wobei die ersten Teile voraussichtlich bereits im Spätsommer online gehen. Bis Ende 2026 soll etwa die Hälfte des Zentrums betriebsbereit sein.
Besonders bemerkenswert ist das Unternehmen durch strategische Partnerschaften, wie den milliardenschweren Deals mit Microsoft und Meta, bei denen Nebius AI-Infrastruktur bereitstellt.
Kürzlich gab das Unternehmen bekannt, den Softwarehersteller Tavily für 275 Millionen US-Dollar übernommen zu haben. Tavily entwickelt Software, die AI-Agenten hilft, aktuelle Informationen für Aufgaben wie Programmierung und Finanzhandel zu suchen. Durch die Übernahme wird das Team von Tavily, einschließlich CEO Rotem Weiss, zu Nebius stoßen und die Expansion des Unternehmens weiter vorantreiben.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
