Historischer Explorationsstau wertet Kupfer bereits im Boden auf
Bergbauunternehmen haben die Kupferexploration lange vernachlässigt und erweitern ihre Portfolios bis heute bevorzugt über Zukäufe. Doch die Notwendigkeit verändert die Strategie: Die Preise für Kupferprojekte in der Explorationsphase steigen, wie jüngste Deals zeigen.
Der Metallexplorer Visionary Copper and Gold Mines (ISIN: CA9279521012, WKN: A41FV3) exploriert das kupferreiche Projekt Pine Bay im kanadischen Manitoba bereits seit 2014, damals noch unter dem Namen Callinex. Damals stand der letzte Metallzyklus kurz vor seinem Tiefpunkt, das Potenzial des Projekts lag noch weitgehend im Dunkeln.
Heute herrscht mehr Klarheit über das, was dort innerhalb des Flin-Flon-Snow-Lake-Grünsteingürtels unter der Erde liegt. Die vorliegende Mineralressourcenschätzung geht für die Lagerstätten Pine Bay und Rainbow von einer angezeigten Ressource von 3,44 Mio. t mit 3,59 % CuEq und einer abgeleiteten Ressource von 2,28 Mio. t mit 2,80 % CuEq aus.
Und noch etwas ist anders: Der Metallmarkt boomt vom Spotmarkt bis zur frühen Exploration. Vor allem die Kombination aus Gold und Kupfer gilt in der Explorationsbranche derzeit als besonders aussichtsreich, wird den beiden Metallen doch eine starke künftige Nachfrage prophezeit.
Visionary Copper and Gold Mines setzt selbst auf diese Ausrichtung des Portfolios und treibt Pine Bay deshalb voran. In einem Brief an die Aktionäre betonte CEO Max Porterfield, dass neben der Ressourcenschätzung auch Umweltstudien und Ingenieurarbeiten vorliegen. Der Explorer erwartet 2026 die Genehmigung für eine fortgeschrittene Exploration für Pine Bay.
Parallel wird mit Pt. Leamington ein weiteres Projekt in Zentral-Neufundland exploriert; hier startete Anfang Februar ein auf 3.000 Meter angesetztes Bohrprogramm.
Gold-Kupfer-Kombination unter Explorern gefragt
Kupfer gewinnt in Explorationsportfolios nach einer langen Phase des Rückgangs wieder an Gewicht, weil das Metall über Jahrzehnte knapp sein wird – davon jedenfalls gehen die meisten Prognosen aus. Neben der steigenden Nachfrage ist mangelhafte Exploration über die vergangenen Jahrzehnte hinweg der Hauptgrund für die drohende Unterversorgung des Marktes.
Daten von S&P Global zufolge wurden zwischen 1990 und 2024 weltweit 258 Kupferlagerstätten identifiziert. Diese enthalten 1,365 Milliarden Tonnen Kupfer in Reserven und Ressourcen sowie aus früherer Produktion. Für das Jahr 2025 registrierte S&P Global lediglich einen Nettozuwachs von 19 Lagerstätten, die das Volumen des entdeckten Kupfers um 4 % bzw. 49 Millionen Tonnen erhöhten.

