Europa führt den Quantencomputer Euro-Q-Exa in Deutschland ein und stärkt damit die souveräne digitale Infrastruktur
Euro-Q-Exa, der erste Quantencomputer des gemeinsamen Unternehmens EuroHPC, der in Deutschland eingesetzt wird, wurde im Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in Garching bei München vorgestellt.
Diese Pressemitteilung enthält multimediale Inhalte. Die vollständige Mitteilung hier ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20260212673394/de/
Silke Launert, Parliamentary State Secretary of the BMFTR; Dieter Kranzlmüller, Director of the LRZ; Maximilian Böltl, Member of the Bavarian State Parliament; Bavarian Minister of State of Science and the Arts, Markus Blume; Henna Virkkunen, Executive Vice-President of the European Commission for Technological Sovereignty, Security and Democracy; and Sylwia Barthel de Weydenthal, Chief Commercial Officer of IQM Quantum Computers (from the left).
Der Einsatz stellt einen bedeutenden Schritt in den Bemühungen Europas dar, neben weltweit führender Hochleistungsrechnertechnik (HPC) auch langfristige Quantenfähigkeiten als Teil seiner souveränen digitalen Infrastruktur aufzubauen.
Euro-Q-Exa wird im LRZ installiert, gehostet und betrieben und soll nicht nur den Zugang zu Quantencomputern ermöglichen, sondern auch europäischen Forschern die Möglichkeit bieten, vor Ort Quantenfähigkeiten aufzubauen, zu betreiben und zu skalieren. Durch die Einbettung des Systems in eine etablierte HPC-Umgebung unterstützt das System die Entwicklung von praktischem Fachwissen, operativem Know-how und nachhaltigen Forschungskapazitäten in Europa.
Euro-Q-Exa stärkt das europäische Quantenökosystem durch die Ermöglichung folgender Aspekte:
- Aufbau lokaler Kompetenzen – Forscher betreiben, warten und entwickeln das System direkt weiter und erwerben so praktische Fachkenntnisse, anstatt sich auf einen Fernzugriff auf eine Blackbox zu verlassen.
- Schaffung und Erhalt von europäischem geistigen Eigentum – Algorithmen, Workflows und Anwendungen, die auf Euro-Q-Exa entwickelt wurden, verbleiben in europäischen Institutionen und unterstützen die langfristige Wertschöpfung in Wissenschaft und Industrie.
- Tiefe HPC-Quantenintegration – die enge Kopplung mit der Supercomputing-Infrastruktur des LRZ ermöglicht realistische hybride Quanten-Klassik-Workflows und einen schnelleren Fortschritt vom Experiment zur Anwendung.
- Zusammenarbeit im Ökosystem – Universitäten, Forschungsinstitute und Industriepartner nutzen eine gemeinsame Plattform, um Anwendungsfälle zu testen, Talente auszubilden und interoperable Lösungen zu entwickeln.
Das System basiert auf der Radiance-Plattform von IQM und verfügt über 54 supraleitende Qubits. Euro-Q-Exa wird bis Ende 2026 durch ein zweites, leistungsfähigeres System mit 150 Qubits ergänzt, wodurch die operative Quantenkapazität Europas weiter ausgebaut wird.
