Neue Prognose
Standard Chartered kappt Bitcoin-Kursziel – Rückfall auf 50.000 US-Dollar?
Standard Chartered hat ihre langfristige Prognose für Bitcoin deutlich nach unten korrigiert und warnt Investoren vor weiteren Turbulenzen am Kryptomarkt.
- : Standard Chartered: Ziel 100000$ Abfall 50k!!
- : ETF-Bestaende -100k BTC, Anleger im Minus!!..
- : Makro: hohe Zinsen druecken Krypto, Erholung!
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
In einer Analyse senkte Standard Chartered die Erwartung für den Bitcoin-Kurs zum Jahresende 2026 um ein Drittel – von zuvor 150.000 auf nun 100.000 US-Dollar. Gleichzeitig rechnen die Analysten mit einem möglichen Rücksetzer bis auf rund 50.000 US-Dollar oder darunter, bevor eine Erholung einsetzen könnte.
Scharfe Korrektur nach Rekordhoch
Der Kryptomarkt hat in den vergangenen Wochen bereits erhebliche Verluste verzeichnet. Bitcoin fiel von seinem Allzeithoch im Oktober 2025 bis Anfang Februar um rund 50 Prozent. Laut Analyse von Standard Chartered befindet sich derzeit nur noch etwa die Hälfte der umlaufenden Bitcoin-Menge im Gewinn – ein deutlich niedrigerer Wert als noch vor wenigen Monaten, wenn auch nicht so extrem wie in früheren Bärenmärkten.
Makroökonomischer Gegenwind belastet Risikoanlagen
Als zentralen Belastungsfaktor nennt die Bank die derzeit ungünstigen makroökonomischen Rahmenbedingungen. Gemischte US-Konjunkturdaten treffen auf eine Geldpolitik, bei der kurzfristig kaum Zinssenkungen erwartet werden. Die Aussicht auf länger erhöhte Zinsen gilt traditionell als negativ für spekulative Anlageklassen wie Kryptowährungen, da risikofreie Anlagen attraktiver erscheinen.
ETF-Investoren unter Wasser – Risiko weiterer Verkäufe
Ein weiterer Belastungsfaktor sind die Entwicklungen bei börsengehandelten Bitcoin-Fonds. Laut Standard Chartered sind die Bestände dieser ETFs seit ihrem Hoch im Oktober 2025 um nahezu 100.000 Bitcoin gesunken. Da der durchschnittliche Einstiegspreis vieler Anleger bei rund 90.000 US-Dollar gelegen haben soll, dürften zahlreiche Investoren derzeit auf deutlichen Buchverlusten sitzen.
Kein Systemschock wie 2022
Trotz der kurzfristig pessimistischen Einschätzung hält Standard Chartered an einem grundsätzlich positiven Langfristbild fest. Anders als im Abschwung des Jahres 2022, als Zusammenbrüche großer Plattformen wie FTX oder das Terra/Luna-Ökosystem den Markt erschütterten, seien bislang keine vergleichbaren Systemrisiken sichtbar geworden. Auch die Nutzungsdaten im Kryptosektor entwickelten sich weiter positiv, so die Analysten.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

