Strategy am Rand des Crashs?

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    Peter Schiff sieht Bitcoin bei 10.000 US-Dollar – "Wer nimmt Saylor noch ernst?"

    Peter Schiff attackiert das auf Pump finanzierte Bitcoin-Modell von Strategy. Steigende Short-Positionen verschärfen den Druck auf Michael Saylors Bitcoin-Imperium.

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    Strategy am Rand des Crashs? - Peter Schiff sieht Bitcoin bei 10.000 US-Dollar – "Wer nimmt Saylor noch ernst?"

    Peter Schiff hat erneut gegen Michael Saylors Bitcoin-Strategie ausgeteilt und dabei eine drastische Kursmarke ins Spiel gebracht. Mit Blick auf den langfristigen Chart erklärte der bekannte Gold-Befürworter auf X: "Wenn man sich den langfristigen Bitcoin-Chart ansieht, scheint es, als würde es eine erste Unterstützung bei etwa 10.000 US-Dollar geben." Zugleich griff er Saylors Plan an, im Falle stark fallender Kurse Schulden zu refinanzieren, um weiter Bitcoin zu kaufen. Er stellte provokant die Frage, ob "noch jemand Saylor oder Bitcoin ernst nehmen würde", wenn die Kryptowährung 2030 noch bei 8.000 US-Dollar notiere – ein Niveau, das rund 94 Prozent unter dem Rekordhoch von über 126.000 US-Dollar läge.

    Hintergrund ist das Geschäftsmodell von Strategy, dem früheren Softwareunternehmen MicroStrategy, das inzwischen vor allem als Bitcoin-Investor auftritt. Das Unternehmen hat mehr als 700.000 Bitcoin angehäuft und ist damit größter institutioneller Halter. Finanziert wurden die Käufe zunächst über Gewinne und Aktienemissionen, später vor allem über neue Schulden und hoch verzinste Vorzugsaktien. Die Logik: Schulden in einer inflationären Fiat-Währung aufnehmen und in eine knappe, langfristig wertsteigernde Kryptowährung investieren.

    Doch seit dem Ende der Rallye steht das Modell unter Druck. Der Bitcoin-Kurs ist in diesem Jahr deutlich gefallen und notiert zeitweise unter dem durchschnittlichen Einkaufspreis von Strategy. Parallel sind die Short-Positionen gegen die Aktie seit September um rund 40 Prozent gestiegen, wie Daten von S3 Partners zeigen. Während früher viele Short-Positionen Teil komplexer Absicherungsstrategien rund um Wandelanleihen waren, verschiebt sich laut S3 Partners der Fokus: "Shortseller konzentrieren sich verstärkt auf die Herausforderungen des Finanzierungsmodells von Strategy."

    Ein zentraler Indikator ist das "Multiple to Net Asset Value" (MNAV), also das Verhältnis des Börsenwerts von Strategy zum Marktwert der gehaltenen Bitcoin. Aktuell liegt dieses Multiple bei rund 1,18. Das bedeutet, dass die Aktie mit einem Aufschlag von etwa 18 Prozent auf den rechnerischen Wert der Bitcoin-Bestände gehandelt wird. In der Spitze hatte dieser Aufschlag zeitweise bei rund 150 Prozent gelegen – die Aktie war also deutlich stärker bewertet als der zugrunde liegende Kryptobestand. Sollte das MNAV jedoch dauerhaft unter 1,0 fallen, so S3 Partners, "dann dürfte der Druck der Aktionäre auf Strategy steigen, Bitcoin im Gegenzug für Aktienrückkäufe zu verkaufen".

    Genau darin liegt das systemische Risiko: Zwar betont Saylor immer wieder, keine Bitcoin verkaufen zu wollen. Doch allein die Diskussion möglicher Verkäufe verunsichert Anleger – und je stärker Shortseller auftreten, desto größer wird der Druck auf das Geschäftsmodell. Schiffs 10.000-Dollar-Szenario mag überspitzt wirken, trifft jedoch einen wunden Punkt: Die Strategie funktioniert nur, solange Bitcoin langfristig steigt – und die Kapitalmärkte Vertrauen behalten.

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
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