Nach Absturz auf Rekordtief
Greifen Anleger bei der Deutschen Pfandbriefbank wieder zu?
Nach dem Absturz auf ein Rekordtief meldet sich die Aktie der Deutschen Pfandbriefbank mit einem Plus von über 3 Prozent zurück. Doch die verschobenen Gewinnziele und der teure US-Rückzug belasten weiter.
- Aktie stürzt auf Allzeittief kurz +4% Erholung
- Exit USA verursacht Verlust Renditeziele 2028+
- Keine Dividende 2025, Warburg hält Kursziel €7
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Die schwierige Neuaufstellung bei der Deutsche Pfandbriefbank hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz. Nach dem Rückzug aus dem US-Markt muss der Immobilienfinanzierer nicht nur einen hohen Verlust verkraften, sondern auch seine Renditeziele nach hinten verschieben.
Nachdem das Institut Eckdaten vorgelegt und seine Profitabilitätsziele weiter in die Zukunft verschoben hatte, sackte der Kurs am Freitag bis auf 3,59 Euro auf ein Allzeitzief ab. Mit einem Abschlag von rund 10 Prozent rangierte die Aktie deutlich am Indexende. Zu Wochenbeginn fängt sich die Aktie wieder etwas. Am Montagmorgen legten die Titel zeitweise um mehr als 4 Prozent zu.
Trotz der Rückschläge hält Warburg Research an seiner Kaufempfehlung fest. Analyst Andreas Pläsier bestätigte das Kaufenvotum mit einem Kursziel von 7 Euro. Die nach hinten verschobenen Renditeziele machten jedoch deutlich, dass der Ausstieg aus dem US-Geschäft länger nachwirke als bislang angenommen. Vor allem anhaltende Aufwendungen für Risikovorsorge in den USA sowie die nur schleppende Erholung der Immobilienmärkte belasteten. Die Bank war 2017 in den US-Markt eingestiegen, zog jedoch angesichts der dortigen Immobilienkrise im vergangenen Jahr die Reißleine.
Hinzu kommt: Das Wachstum im europäischen Gewerbeimmobiliengeschäft reicht derzeit nicht aus, um die weggefallenen Beiträge aus den USA zügig zu kompensieren. Im vergangenen Jahr rutschte die Bank tiefer in die roten Zahlen als von Experten erwartet. Auch der in Aussicht gestellte Vorsteuergewinn für 2026 blieb hinter den Hoffnungen zurück. Für Aktionäre bedeutet das zusätzliche Geduld: Für 2025 soll keine Dividende ausgeschüttet werden.
Vorstandschef Kay Wolf stellte deshalb klar, dass die angestrebte Verbesserung der operativen Erträge und der Eigenkapitalrendite nun erst 2028 oder später erreicht werden soll. Ob die aktuelle Kurserholung mehr ist als eine technische Gegenbewegung, dürfte entscheidend von der weiteren Entwicklung am Immobilienmarkt abhängen.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die Deutsche Pfandbriefbank Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +3,76 % und einem Kurs von 3,806EUR auf Tradegate (16. Februar 2026, 11:01 Uhr) gehandelt.
