Globaler KI-Gipfel

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    Zwischen Milliarden und Jobangst – Indiens KI-Offensive

    Indien versammelt die Tech-Elite in Delhi und setzt auf Milliardeninvestitionen, Massenanwendung und geopolitischen Einfluss in der KI-Ära.

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    Globaler KI-Gipfel - Zwischen Milliarden und Jobangst – Indiens KI-Offensive

    Indien rückt ins Zentrum der globalen KI-Industrie: In Neu-Delhi treffen sich in dieser Woche Spitzenmanager der größten Technologiekonzerne mit Staats- und Regierungschefs zum KI-Wirkungskongress in Indien. Die Regierung will das Land als bevorzugten Standort für Investitionen positionieren, wie Reuters berichtete.

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    Nach Angaben von Reuters haben Alphabet, Microsoft und Amazon gemeinsam Investitionen von 68 Milliarden US-Dollar in Künstliche Intelligenz und Cloud-Infrastruktur bis 2030 zugesagt. Indien entwickelt sich damit zu einem Hotspot für internationale KI-Konzerne.

    Die Regierung nutzt den Gipfel auch geopolitisch. Er findet erstmals in einem Schwellenland statt. Offizielle Stellen betonen, man wolle die Stimme der Entwicklungsländer in der globalen KI-Regulierung stärken.

    Premierminister Narendra Modi schrieb auf X: "Das Thema des Gipfels lautet [...] Wohlstand für alle, Glück für alle und spiegelt unser gemeinsames Engagement wider, künstliche Intelligenz für einen menschenzentrierten Fortschritt zu nutzen."

     

     

    Tech-Elite auf der Bühne

    Zu den Rednern zählen Sundar Pichai, Sam Altman, Dario Amodei, Mukesh Ambani und Demis Hassabis. Am Donnerstag tritt Modi zudem gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf.

    Großflächige Banner mit Modis Porträt prägen das Stadtbild Delhis. Mehr als 250.000 Besucher werden erwartet. Über 300 Aussteller präsentieren sich auf einer 70.000 Quadratmeter großen Messe im Bharat Mandapam, einem 300 Millionen US-Dollar teuren Kongresskomplex.

    Anwendung statt Supermodell

    Indien hat bislang kein weltweit führendes KI-Basismodell hervorgebracht, das mit Systemen aus den Vereinigten Staaten oder China konkurriert. Laut dem jüngsten Wirtschaftsbericht empfiehlt die Regierung daher, auf "anwendungsorientierte Innovation" zu setzen, statt milliardenschwere Grundlagenmodelle zu verfolgen.

    Die Strategie stützt sich auf eine breite Nutzung. Mit mehr als 72 Millionen täglichen ChatGPT-Nutzern Ende 2025 ist Indien bereits der größte Markt von OpenAI.

    Boom mit Schattenseiten

    Der rasche Einsatz von KI setzt jedoch die 283 Milliarden US-Dollar schwere indische IT-Branche unter Druck. Die Investmentbank Jefferies erwartet, dass Callcenter bis 2030 einen Umsatzrückgang von 50 Prozent verkraften müssen.

    Auch Delhis Luxushotels profitieren vom Gipfel. Eine Suite im Taj Palace, die regulär rund 2.200 US-Dollar pro Nacht kostet, wurde vergangene Woche für mehr als 33.000 US-Dollar angeboten. Das Oberste Gericht erlaubte Anwälten wegen erwarteter Verkehrsprobleme, per Videokonferenz zu erscheinen.

    Indien nutzt den Gipfel als Schaufenster. Doch die Wette ist klar: Nicht die Entwicklung der größten Modelle, sondern deren massenhafte Anwendung soll den Vorsprung sichern.

    Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion


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    Verfasst vonRedakteurSaskia Reh
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