Nach US-Börsenfeiertag

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    US-Futures im Minus: Anleger im Risikovermeidungsmodus!

    US-Futures fallen zu Beginn der Handelswoche, belastet von KI-Sorgen und geopolitischen Spannungen. Anleger schalten auf Risikoaversion, während Staatsanleihen und der EURO STOXX 50 an Beliebtheit gewinnen.

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    Nach US-Börsenfeiertag - US-Futures im Minus: Anleger im Risikovermeidungsmodus!

    Nach der Feiertagspause in den USA kehrt die Wall Street in die Normalität zurück – und die Nervosität ist greifbar. Vor dem Handelsstart am Dienstag notieren die US-Futures deutlich schwächer. Kontrakte auf den S&P 500 verlieren rund 0,4 Prozent, beim Nasdaq 100 summiert sich das Minus auf 0,7 Prozent. Nach dem Presidents’ Day schalten Anleger offenbar in den Risikovermeidungsmodus.

    Thomas Altmann, CFA, von QC Partners, ordnet die Lage wie folgt ein: "Durch den US-Feiertag war das Handelsvolumen beim DAX gestern unterdurchschnittlich niedrig. Kauflaune wollte trotz des leichten Kursrückgangs nicht so recht aufkommen. Die wirklich Kaufbereiten warten offenbar auf größere Kursrückgänge, wie wir sie in diesem Jahr bereits mehrfach gesehen haben."

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    Mit Blick auf die USA ergänzt er: "In den USA beginnt die Handelswoche erst heute. Dort ist die Risikobereitschaft der Anlegerinnen und Anleger aktuell deutlich geringer als in Europa. Die Angst vor hohen KI-Investitionen und -Bewertungen hält viele aktuell vom Aktienkauf ab." Seit Jahresbeginn hat sich der EURO STOXX 50 um mehr als 5 Prozent besser entwickelt als der US-Techindex Nasdaq 100: "Es wird jetzt spannend, wie lange Europa dieses positivere Eigenleben beibehalten kann."

    Auch international fehlt der Schwung. In Asien gaben die Börsen leicht nach, wobei in China und Hongkong wegen des Neujahrsfests kaum Handel stattfand. In Europa deutet sich ebenfalls ein schwächerer Auftakt an.

    Am Anleihemarkt ziehen Staatsanleihen spürbar an. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries ist auf 4,03 Prozent gefallen. Innerhalb von nur zwei Wochen ist sie laut Altmann um 0,27 Prozentpunkte gesunken. "Mit der vorsichtigeren Haltung gegenüber Aktien werden Staatsanleihen wieder beliebter", so der Marktbeobachter. Seit der Ernennung von Kevin Warsh zum zukünftigen Fed-Präsidenten gewinnen Treasuries wieder stärker den Ruf als sicherer Hafen.

    Im Hintergrund schwelen zudem geopolitische Risiken. So hat der Iran jüngst Marineübungen nahe einer strategisch wichtigen Schifffahrtsroute abgehalten – kurz vor einer weiteren Verhandlungsrunde mit den USA über das Atomprogramm. Die angespannte Lage sorgt zusätzlich für Zurückhaltung.

    Parallel dazu rückt die Geldpolitik wieder stärker ins Blickfeld. Nach robusten Inflationsdaten stellen Investoren die Aussicht auf baldige Zinssenkungen infrage. Neue Hinweise könnten die Reden mehrerer Fed-Vertreter sowie frische Konsum- und Inflationsdaten am Freitag liefern. Ausschlaggebend bleibt die Berichtssaison: Zwar liefern viele US-Unternehmen bislang solide Zahlen mit einem Gewinnwachstum von rund 13 Prozent, doch ob das ausreicht, um die KI-Skepsis zu übertönen, bleibt offen.

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    Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion



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