Droht gnadenloser Abverkauf?
Platinpreis am Scheideweg. Koppelt sich Platin jetzt von Gold und Silber ab?
Platin erreicht die 2.000 US-Dollar. Die Platin-Prognose 2026 wackelt. Koppelt sich Platin jetzt von Gold und Silber ab?
- Platin scheitert mit Erholung - Abverkauf droht
- Platin vs Gold und Silber auf "Schnäppchenniveau"
- kurzfristig Risiken, langfristig extreme Chancen
- Report: Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Platin bricht Erholungsversuch zu früh ab - Warnzeichen
Aus charttechnischer Sicht mehren sich die Warnzeichen. Der Sturm auf die 3.000 US-Dollar mündete für Platin in einem knackigen Abverkauf. Erst mit dem Erreichen der 2.000 US-Dollar setzte eine Stabilisierung ein. Der Platinpreis lief noch einmal über die 2.300 US-Dollar, ehe abermals Gewinnmitnahmen einsetzten und Platin erneut auf die 2.000 US-Dollar zwangen. Wieder hielt die Preiszone dem Druck stand. Der Platinpreis setzte zur nächsten Erholung an, doch diese fiel bereits in sich zusammen, ehe sie die 2.200 US-Dollar erreichen konnte. Dass die Erholungsversuche zuletzt immer schwächer wurden, ist eindeutig ein Warnzeichen. Zugleich erhöht sich der Druck auf den entscheidenden Preisbereich.
Diese Problematik hat Platin jedoch nicht exklusiv – ganz ähnlich sieht es bei Silber aus. Und obgleich Gold stabiler wirkt, gelang es auch dem Goldpreis zuletzt nicht, die Erholung entscheidend voranzubringen. Der gesamte Edelmetallsektor ist in einer Korrektur gefangen.
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Platin vs. Gold und Silber – Platin noch immer ein Schnäppchen
Setzt man Platin in Relation zu Gold und Silber, dann lässt sich salopp konstatieren, dass Platin ein Schnäppchen ist. Der Platinpreis liegt aktuell bei 2.031 US-Dollar, Gold bei 4.978 US-Dollar und Silber bei 75,9 US-Dollar. Entsprechend ergibt sich für die Gold-Platin-Ratio ein Wert von 2,45 und für die Platin-Silber-Ratio ein Wert von 26,7. Zum Vergleich. Zum Zeitpunkt unserer letzten Platin-Kommentierung lagen die Ratios bei 2,38 und 25,8. Um die aktuellen Werte in den historischen Kontext einzuordnen: Als langfristige relevante Durchschnittswerte gelten für die Gold-Platin-Ratio 1 und die Platin-Silber-Ratio 75. Anhand dieser Werte lässt sich für Platin im Vergleich zu Gold und Silber nach wie vor ein deutliches Nachholpotenzial ableiten.
Fazit – Droht Platin ein gnadenloser Abverkauf?
Das Erreichen der 2.000 US-Dollar ist aus charttechnischer Sicht durchaus eine heikle Situation. Bei einem Unterschreiten würde eine Ausdehnung der Abwärtsbewegung auf 1.750 US-Dollar – im worst case auf 1.500 US-Dollar - drohen. Im besten Fall gelingt dem Platinpreis jedoch bereits im Bereich von 2.000 US-Dollar die Trendwende.
Die fundamentalen Preistreiber sind aktiv und dürften die aktuelle Schwäche über kurz oder lang überlagern. Vor allem das strukturelle Defizit, das dem Platin-Markt in den kommenden Jahren ins Haus steht, sollte die Preisrallye wieder ankurbeln können. Wir hatten in der Platin-Kommentierung vom 10. Februar ausführlich die Defizit-Situation am Platin-Markt beleuchtet. Zudem treiben weitere Faktoren, wie US-Dollar-Schwäche und die zunehmende Bedeutung von Platin, wenn es darum geht, sichere Häfen anzusteuern, den Platinpreis an.
Kurzum. Die aktuelle Preisschwäche ist eher als Momentaufnahme zu bewerten. Gleichzeitig bietet sie meinungsstarken und antizyklisch agierenden Investoren und Anlegern interessante Gelegenheiten.
Eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung Platin in Richtung 3.000 US-Dollar oder gar 4.000 US-Dollar sollte ob des fundamentalen Drucks nicht überraschen.
Die letzte Kommentierung zu Platin wurde an dieser Stelle mit „[…] Mit Blick auf die aktuelle Konstellation im Edelmetallsektor gilt unverändert, dass die Aktien der großen Gold- und
Silberproduzenten, wie Barrick, Newmont, Pan American Silver oder Hecla Mining unverändert exzellente Alternativen zu den hochbewerteten Tech-Aktien wie
Nvidia und Palantir etc. darstellen. Ein Blick auf die Aktien der großen Platinproduzenten wie Impala Platinum, Northam Platinum und Sibanye Stillwater dürfte sich allerdings ebenfalls
lohnen.“ beendet. Dem ist auch heute nichts hinzuzufügen.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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