Prothesenhersteller
Ottobock präsentiert Top-Zahlen: Doch die Aktie schmiert ab! Was ist da los?
Ottobock hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen und sowohl den Umsatz als auch den Gewinn signifikant gesteigert. Dennoch dreht die Aktie ins Minus. Der Markt hatte sich offenbar mehr erhofft.
- Ottobock 2025: Rekord €1,68Mrd, EBITDA +29%!!!
- Kerngeschäft +11,7%, organisch +10,6%; Akquise
- Ausblick 2026: Wachstum 5-8%, Aktie fällt -5%!!
- Report: Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Der weltgrößte Anbieter von Prothesen verzeichnete im Jahr 2025 einen Gesamtumsatz von rund 1,68 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch das bereinigte EBITDA konnte mit einem Anstieg um 29 Prozent auf 420,7 Millionen Euro deutlich zulegen.
Die Umsatzerlöse im Kerngeschäft stiegen sogar um 11,7 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Das organische Wachstum lag bei 10,6 Prozent. Das bereinigte EBITDA im Kerngeschäft legte um fast 30 Prozent auf mehr als 415 Millionen Euro zu.
"Wir sind sehr stolz auf die Ergebnisse des vergangenen Jahres. Mit zweistelligen Wachstumsraten im organischen Bereich und einer markanten Profitabilitätssteigerung haben wir unsere Marktführerschaft weiter ausgebaut", erklärte Oliver Jakobi, CEO von Ottobock.
Im vergangenen Jahr konnte Ottobock zahlreiche Produktinnovationen erfolgreich auf den Märkten einführen. Besonders hervorzuheben sind die nächste Generation des marktführenden Kniegelenks für hochaktive Nutzer sowie neue Technologien in der Arm- und Handprothetik. Darüber hinaus trugen neue Erstattungsregelungen für hochentwickelte prothetische Komponenten und mikroprozessorgesteuerte Orthesensysteme in wichtigen Märkten wie den USA, Frankreich und Japan zum Wachstum bei. Auch die Erweiterung des globalen Patient Care-Netzwerks durch Akquisitionen in Belgien und Australien stärkte die Position des Unternehmens.
Positiv stimmt auch der Ausblick für 2026: Ottobock erwartet den Wachstumskurs fortzusetzen mit einer Prognose für das Kerngeschäft von 5 bis 8 Prozent und einer weiteren Steigerung der EBITDA-Marge auf über 26,5 Prozent. Auch die mittelfristigen Ziele bis 2029 bleiben auf Kurs: Ein organisches Wachstum von 7 bis 9 Prozent und eine weitere Verbesserung der Profitabilität auf bis zu 30 Prozent EBITDA-Marge sind in Aussicht gestellt.
"Unsere Finanzzahlen, unsere Innovationskraft und das skalierbare Geschäftsmodell bieten beste Voraussetzungen für weiteres Wachstum und profitablen Erfolg", so Arne Kiritz, CFO von Ottobock.
Die Anleger hatten dennoch offenbar mehr erwartet. An der Börse Frankfurt brach die Aktie des Börsenneulings am Dienstagvormittag zeitweise um mehr als fünf Prozent auf 55,15 Euro je Anteilschein ein (Stand: 10:56 Uhr).
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

