Hebel-Idee | Long-Chance
Langweilig ist das neue sexy: Darum sollten Anleger DIESE Aktie im Depot haben!
Investoren haben als langweilig geltende Value- und Dividendenaktien wiederentdeckt. Nach einem neuen 52-Wochen-Hoch dürfte es für Pfizer weiter bergauf gehen.
Willkommen zum wallstreetONLINE-TrendFinder – Pfizer
Nach drei Jahren KI-Bullenmarkt scheint bei Anlegerinnen und Anlegern ein Umdenken stattzufinden. Die rekordhohen Unternehmensbewertungen bei Technologie-Werten einerseits sowie die vor dem Hintergrund billionenschwerer KI-Ausgaben unsicheren Wachstumsaussichten andererseits sorgen unter Investoren für ein verstärktes Interesse an Geschäftsmodellen mit planbarem Umsatz- und Gewinnwachstum. Das hat zu einer Sektorrotation von Growth in Value gesorgt.
Als sogenannte Value-Aktien konnten in den vergangenen Wochen vor allem Unternehmen mit realwirtschaftlichen Geschäftsmodellen aus den Bereichen Industrie, Materialien, Pharmazie und Immobilien profitieren. Hier sind die Unternehmensbewertungen oft noch moderat, während zahlreiche Konzerne mit attraktiven Dividendenrenditen überzeugen. Das sorgt neben einer berechenbaren Geschäftsentwicklung auch für planbare Cashflows in den Depots der Anlegerinnen und Anlegern.
Pfizer-Aktie: Der positive Inbegriff der Langeweile
Die neue Lust auf "Langweile" im Depot hat sogar dazu geführt, dass plötzlich Aktien wieder obenauf sind, von denen der Markt in den vergangenen Jahren nichts wissen wollte. Dazu gehören beispielsweise die Anteile von Pharmariese Pfizer, der mit einer Dividende von 6,2 Prozent überzeugt.
Der hatte zwar während der Corona-Pandemie einen Lauf, verpasste anschließend aber wichtige Trends wie GLP-1-Abnehmpräparate, während gleichzeitig die Übernahme von Seagen noch nicht so richtig zünden wollte. Doch nach einem jahrelangen Abwärtstrend war die Aktie schließlich so günstig, dass sie nicht länger ignoriert werden konnte. Das hat zu einer allmählichen Erholung – und in der vergangenen Woche sogar zu einem neuen Mehrjahreshoch geführt. Das gilt als technisches Kaufsignal und könnte jetzt zu weiteren Kursgewinnen führen.
Pfizer Chartsignale
- Übergeordneter Abwärtstrend: Die Pfizer-Aktie befindet sich gegenüber ihren Rekordnotierungen in einer mehrjährigen Abwärtsbewegung.
- Erholung angelaufen: Seit April letzten Jahres kann eine Gegenbewegung beobachtet werden, der inzwischen zahlreiche Erfolge gelungen sind.
- Neues Mehrjahreshoch: Die Aktie ist zuletzt auf den höchsten Stand seit November 2024 geklettert. Solche Mehrjahreshochs gelten als Kaufsignale.
- Starke technische Indikatoren: Die Erholung der Aktie wird begleitet durch Aufwärtstrends in RSI und MACD. Das deutet auf einen nachhaltigen Trend hin.
Pfizer: Der Turnaround gewinnt an Fahrt
Für Anlegerinnen und Anleger von Pfizer verliefen die Jahre nach dem Ende der Corona-Pandemie enttäuschend. Die Aktie büßte einen Großteil ihres Wertes ein, nachdem sich die Umsatz- und Gewinnentwicklung normalisiert hatte und die Erträge auf ein Niveau vor der Pandemie zurückgekehrt sind. Aus den üppigen Gewinnen aus dem Verkauf von COVID-19-Impfstoffen bezahlte Pfizer die Übernahme von Krebsforschungsspezialist Seagen. Hier lässt ein großer Zulassungserfolg aber noch auf sich warten, während das Abnehmpräparat Danuglipron aufgrund schwacher Studiendaten nicht weiter verfolgt wird. Damit fehlte es an klaren Argumenten für einen Kauf der Aktie.
Nachdem die günstige Unternehmensbewertung und die hohe Dividendenrendite in den vergangenen Monaten selbst zum Kriterium geworden ist, konnten sich die Anteile rasch erholen. Gegenüber dem auf dem Höhepunkt des Zoll-Crashs im vergangenen April markierten Mehrjahrestief konnte Pfizer inzwischen mehr als ein Drittel an Wert gewinnen. Damit läuft aktuell die dynamischste Bärenmarktrallye seit dem Herbst 2022.
Es brauchte viel Mut – doch der hat sich inzwischen bezahlt gemacht
Für die Käuferinnen und Käufer hat sich der Mut technisch in vielerlei Hinsicht ausgezahlt. Die gleitenden Durchschnitte konnten inzwischen überwunden und als potenzielle Unterstützungen zurückgewonnen werden. Diese haben gleichzeitig ein Golden Cross und damit ein technisches Kaufsignal generiert. Ein solches lieferte außerdem das Mehrjahreshoch knapp unterhalb von 28 US-Dollar. Schon das spricht für mittelfristig weiter steigende Kurse.
An Fahrt aufnehmen könnte die Trendwende der Aktie in den kommenden Monaten vor allem mit Blick auf die technischen Indikatoren. Sowohl der Relative-Stärke-Index (RSI) als auch der Trendstärkeindikator MACD befinden sich in stabilen Aufwärtsbewegungen, welche die Erholung der Aktie begleiten und damit bestätigen.
Vor allem der MACD deutet dabei auf eine Trendverschärfung hin, während der RSI zuletzt auf hohem Niveau konsolidiert hat, und damit Raum für einen weiteren Kursanstieg der Aktie bietet. Zwar liegt bei 28 US-Dollar ein Widerstand, doch die eigentliche Bewährungsprobe dürfte bei 30 US-Dollar warten. Zur Unterseite ist Pfizer inzwischen gut durch die gleitenden Durchschnitte abgesichert. Nachhaltig eintrüben würde sich das Chartbild erst unterhalb von 25 US-Dollar wieder.
Die Bewertung spricht klar für die Aktie
Zwar fehlt es Pfizer aktuell an klaren Wachstumstreibern – was auch an der Geschäftsprognose für 2026 zu erkennen ist, welche gegenüber dem Vorjahr kaum mit Veränderungen rechnet – doch auch ohne steigende Umsatz- und Gewinnzahlen liegt eine äußerst attraktive Unternehmensbewertung vor.
Für 2026 ist der Konzern mit dem 9,3-Fachen seiner erwarteten Gewinne bewertet. Das liegt um rund 9 Prozent unter dem 5-Jahresdurchschnitt von 10,3 und vor allem um fast die Hälfte unter dem Branchenmittel von 18,3. Dieser Trend setzt sich bei zahlreichen weiteren Kennzahlen fort.
Beim Kurs-Buch-Wert sowie beim Verhältnis von Unternehmenswert zum operativen Gewinn (EV/EBTIDA) liegen die Abschläge gegenüber den Mitbewerbern bei 35 bis 40 Prozent. Beim Kurs-Cashflow-Verhältnis besteht ein Discount von 27,4 Prozent, während die Dividendenrendite mit 6,2 Prozent um mehr als 280 Prozent über dem Vergleichswert von 1,6 Prozent liegt.
Abstrichen müssen Investoren zwar beim Wachstum machen, das für 2026 nicht vorgesehen ist (dementsprechend liegt auch kein vergleichbares Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis vor), nichtsdestotrotz deuten die hohen Nachlässe auf eine strukturelle Unterbewertung der Aktie hin.
Wall Street noch verhalten, sieht aber Aufwärtspotenzial
Unter Analystinnen und Analysten gilt Pfizer aktuell als Ladenhüter. Bei insgesamt 26 Empfehlungen kommt die Aktie auf lediglich 9 positive Bewertungen (Kaufen oder Übergewichten), während die Mehrheit von 16 Expertinnen und Experten zum Halten rät. Dazu kommt eine Verkaufsempfehlung mit einem Kursziel von 23,00 US-Dollar.
Von der negativen Einzelmeinung abgesehen wird Pfizer zumindest eine geringfügige Steigerung zugetraut. Im Mittel wird der faire Wert auf 28,63 US-Dollar getippt, was gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag eine Upside von 3,8 Prozent impliziert. Die Kursziele vieler Research-Teams sind seit einem Jahr kaum verändert. Sollte die Aktie weiter ansteigen, könnte das zu Kurszielanhebungen und damit zu zusätzlichem Rückenwind für die Aktie führen.
Pfizer auf einen Blick
- ISIN: US7170811035
- Marktkapitalisierung: 156,8 Milliarden US-Dollar
- Dividendenrendite: 6,2 Prozent
- KGVe 2026: 9,3
- Durchschnittliche Analystenempfehlung: Halten
- Fairer Wert (laut Konsens): +28,63 US-Dollar
- Aufwärtspotenzial: +3,8 Prozent
Die TrendFinder-Hebel-Idee
Anlegerinnen und Anleger, welche auf die üppige Dividende verzichten und sich stattdessen überproportionale Ertragschancen sichern möchten, können anstatt der Aktie auch auf den Call-Optionsschein MM5GS2 setzen.
MM5GS2 ist mit einem Basispreis von 25,00 US-Dollar und einer Laufzeit bis September ausgestattet. Obwohl der Schein bereits "im Geld" startet, brauchen Investoren auf einen hohen Hebel nicht zu verzichten, das Omega liegt tagesaktuell bei 5,4. Daraus ergibt sich die Chance auf +50 Prozent und mehr, wenn es Pfizer in den kommenden Monaten gelingt, den Widerstand bei 30 US-Dollar zu knacken. Das Auszahlungsprofil lautet für einige beispielhafte Fälle wie folgt:
Doch Vorsicht: Sollte die Aktie zum Laufzeitende unter 25,00 US-Dollar notieren, verfällt MM5GS2 wertlos. Es besteht also Totalverlustgefahr! Daher sollte die Position vorzeitig verkauft und der Restwert gesichert werden, wenn Pfizer nachhaltig (also mindestens auf Wochenschlusskursbasis) unter die Aufwärtstrendlinie bei 26,00 US-Dollar fällt.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion
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