Expansionsschub
Neuer Öl-Deal: Chevron sichert sich neue Mega-Flächen
Chevron baut seine Mittelmeer-Strategie aus und sichert sich vier Offshore-Blöcke vor Griechenland. Der Konzern setzt auf neue Funde im Explorationsgeschäft.
- Chevron sichert vier Offshore-Blöcke vor Kreta
- Chevron 70% Betreiber, HELLENiQ 30% Anteil neu
- Seismik (2D/3D) geplant Ratifizierung steht an
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Der US-Energiekonzern Chevron Corporation treibt seine Expansion im Mittelmeer voran. Wie das Unternehmen am 16. Februar mitteilte, unterzeichneten vier niederländische Tochtergesellschaften gemeinsam mit HELLENiQ ENERGY Pachtverträge mit der Hellenischen Republik für vier Offshore-Explorationsblöcke vor Griechenland.
Die Flächen liegen südlich von Kreta mit den Blöcken South Crete 1 und South Crete 2 sowie im Bereich des Peloponnes mit South of Peloponnese und Block A2. Der Zuschlag erfolgte nach einer internationalen Ausschreibung der griechischen Regierung aus dem Jahr 2025.
Chevron hält 70 Prozent und übernimmt die Betriebsführung. HELLENiQ ENERGY hält 30 Prozent.
"Wichtiger Meilenstein" für die Region
Kevin Mclachlan, Vice President Exploration bei Chevron, sprach von einem strategischen Schritt. "Dies ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für Chevron, da wir unsere Dynamik im Mittelmeerraum weiter ausbauen, einer Region, in der wir bereits eine bedeutende Position einnehmen und aktiv nach Explorationsmöglichkeiten suchen, um unser Portfolio weiter zu stärken und zu erweitern", sagte er laut Mitteilung.
Weiter erklärte Mclachlan: "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Partnern HELLENiQ ENERGY und der Hellenischen Republik, um das Kohlenwasserstoffpotenzial dieser Grenzgebiete zu bewerten." Chevron verfüge über "die Ressourcen, die Erfahrung und die Technologie, um neue Energiequellen in dieser Grenzregion zu erschließen und voranzutreiben".
In der ersten Phase der Pachtverträge will das Konsortium 2D- und 3D-seismische Untersuchungen durchführen. Ziel ist es, das Kohlenwasserstoffpotenzial der Gebiete systematisch zu bewerten. Die Verträge stehen noch unter dem Vorbehalt der Ratifizierung durch das griechische Parlament.
Breitere Mittelmeer-Strategie
Chevron ist im Mittelmeerraum bereits aktiv: Zum Portfolio gehören 2 produzierende Gasfelder vor Israel sowie das Gasfeld Aphrodite vor Zypern, das sich derzeit in Entwicklung befindet. In Ägypten betreibt der Konzern 2 Explorationsblöcke und ist zusätzlich an einem nicht selbst betriebenen Joint Venture im Mittelmeer beteiligt.
Erst am 11. Februar erhielt Chevron zudem den Zuschlag für den Onshore-Block S4 in Libyen. Zuvor hatte das Unternehmen dort ein Memorandum of Understanding zur Bewertung von Entwicklungs- und Explorationspotenzialen unterzeichnet. Ebenfalls im Februar sicherte sich Chevron entsprechende Absichtserklärungen in der Türkei und in Syrien.
Mit den neuen Lizenzen in Griechenland verdichtet der Konzern seine Position in einer Region, die geopolitisch sensibel ist, zugleich aber erhebliche Explorationschancen bietet. Anleger dürften genau beobachten, ob aus den seismischen Daten tatsächlich wirtschaftlich förderbare Vorkommen resultieren.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
