Aktie im Aufwind
Kein Grund mehr, bärisch zu sein: Analyst stuft BASF hoch!
Politischer Rückenwind und EU-Maßnahmen könnten die negativen Effekte der schwachen Chemiekonjunktur mindern. Das ändert auch die Aussichten für den Branchenriesen BASF.
- Politischer Rückenwind mindert Chemie-Schwäche
- BASF-Prognosen gesenkt Aktie dank Politik plus
- Antidumping und CO2-Verschiebung stützen BASF.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
In einem aktuellen Report schreiben die Analysten von Berenberg, dass die bisherigen Prognosen für BASF durch die schwache Marktentwicklung und die Überkapazitäten auf den Chemikalienmärkten, besonders aus China, gedämpft waren. Die Konsensschätzungen für 2026 sind in den letzten Monaten um etwa 15 Prozent gesenkt worden. Dennoch haben BASF-Aktien seit Jahresbeginn stark zugelegt, was vor allem auf politische Impulse zurückzuführen ist.
"Die Aktien wurden aufgrund einer Kombination aus Optimismus hinsichtlich deutscher Konjunkturmaßnahmen, Diskussionen über die Verschiebung europäischer CO2-Steuern, die
im dritten Quartal 2026 zu konkreten Ergebnissen führen könnten und Handelsmaßnahmen stark neu bewertet", schreibt Analyst Sebatian Bray, der die Aktie von Verkaufen auf Halten hochgestuft hat.
Zwar bleibe der Ausblick für 2026 schwierig, aber die Chancen für weitere negative Überraschungen seien gering. "Eine rein auf der Bewertung basierende pessimistische Haltung erscheint uns unnötig stur, da sich unsere Gewinn-pro-Aktie-Prognosen für 2026 nicht wesentlich vom Konsens unterscheiden."
Besonders die Debatten um eine mögliche Verschiebung von CO2-Steuern und neue Antidumpingmaßnahmen könnten BASF zugutekommen. So wurden kürzlich Anti-Dumping-Maßnahmen für das chemische Produkt 1,4-Butandiol verhängt, und auch andere Maßnahmen gegen die Überkapazitäten aus China könnten folgen.
In den letzten Jahren hat BASF in stark wachsende Chemiekapazitäten investiert, insbesondere in der Ethylenproduktion. Doch die europäischen Antidumpingmaßnahmen könnten die ohnehin angespannte Marktlage verschärfen. Berenberg erwartet für 2026 ein EBITDA von 6,7 bis 7,2 Milliarden Euro und bestätigt das Kursziel von 48 Euro für BASF. Die Aktie wird momentan zu etwa dem 9-fachen des erwarteten EBITDA für 2026 gehandelt – etwas höher als der langfristige Durchschnitt.
Obwohl BASF noch vor Herausforderungen wie einem schwachen Chemiepreisumfeld und einer unsicheren Marktlage steht, gibt es jetzt laut Berenberg gute Chancen, dass politische Maßnahmen die negativen Auswirkungen ausgleichen.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die BASF Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von 0,00 % und einem Kurs von 50,74EUR auf Tradegate (17. Februar 2026, 12:17 Uhr) gehandelt.
