Erster NATO-Erfolg
Rheinmetall erhält Millionenauftrag aus Schweden
Schweden setzt auf Rheinmetalls neue Marinewaffen und ebnet dem Konzern damit den Weg zu einem wichtigen strategischen Erfolg innerhalb der NATO.
- Schweden bestellt 8 Seasnake-30; NATO-Erfolg++
- Lieferstart 02/2028; Abruf €63M 02/26; Ammo+++
- Aktie -3% bei $1.577; Türöffner für Rheinmetall
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Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat erstmals einen NATO-Kunden für sein Marineleichtgeschütz Seasnake 30 gewonnen. Schweden bestellte acht dieser Systeme für die nationale Marine. Trotz der positiven Unternehmensnachricht fällt die Aktie um 3 Prozent und notiert damit bei 1.577 US-Dollar.
Schwedische Marine rüstet Schnellboote mit Seasnake 30 aus
Der Auftrag umfasst ein fernbedienbares 30-Millimeter-Marinegeschütz, das der Nahbereichsverteidigung dient und künftig die Hauptbewaffnung der neuen Schnellangriffsboote des Typs Combat Boat 90 bilden soll. Die Beschaffung erfolgt über einen vierjährigen Rahmenvertrag, aus dem im Februar 2026 ein erster Abruf in Höhe von rund 63 Millionen Euro verbucht wurde.
Neben den acht Systemen liefert Rheinmetall Airburst-Munition sowie 30-Millimeter-Übungsmunition. Auch Ersatzteile und umfangreiche Serviceleistungen sind Bestandteil der Vereinbarung. Zusätzlich beinhaltet der Vertrag eine Option für bis zu 29 weitere Waffensysteme.
Erste Auslieferung für 2028 geplant
Wie aus der Unternehmensmitteilung hervorgeht, soll das erste Seasnake-30-System bis Februar 2028 an die schwedische Marine ausgeliefert werden. Die restlichen Systeme folgen im Rahmen der Laufzeit des Rahmenvertrags.
Bedeutung für Rheinmetalls Wachstumskurs
Der Auftrag unterstreicht die zunehmende Nachfrage nach maritimen Verteidigungssystemen in Europa. Seit Beginn der verstärkten sicherheitspolitischen Aufrüstung innerhalb der NATO profitieren insbesondere Anbieter, die modulare und schnell integrierbare Lösungen anbieten können. Rheinmetall erweitert damit sein Portfolio, das bislang stark durch Landfahrzeuge, Munition und Luftverteidigung geprägt war.
Analysten erwarten, dass internationale Verteidigungsbudgets angesichts geopolitischer Unsicherheiten weiter steigen werden. Der schwedische Auftrag könnte daher ein Türöffner für zusätzliche Bestellungen aus befreundeten Staaten werden.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
Die Rheinmetall Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -3,04 % und einem Kurs von 1.577EUR auf Tradegate (17. Februar 2026, 14:29 Uhr) gehandelt.

