Anleger wegen Iran alarmiert
Silber könnte gewaltigen Schub bekommen - Silberpreis jetzt auf 120 US-Dollar?
Steht Silber vor einem gewaltigen Schub? Die militärische Eskalation im Nahen und Mittleren Osten könnte die Silberrallye forcieren. Selbst ein Silberpreis von 120 US-Dollar ist nicht kategorisch ausgeschlossen.
- Eskalation treibt Silberkurs stark an - 120 USD?
- Ratio sinkt, Silber hat stärkeres Momentum...!
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Die Sorge vor einem Flächenbrand könnte Silber eskalieren lassen
Bereits in den Tagen vor der Eskalation im Iran-Konflikt zogen die Preise für Gold, Silber aber auch Brent Öl deutlich an. Der Goldpreis steht unmittelbar davor, seine Rekordjagd wieder aufzunehmen. Brent Öl macht Druck auf der Oberseite und auch Silber gelang es bereits im späten Freitagshandel, die 92 US-Dollar zu überwinden und so die Tür für eine Preisrallye zu öffnen. Die Bedeutung der 92 US-Dollar für die Silberrallye wurde unter anderem im letzten Silber-Kommentar an dieser Stelle herausgearbeitet.
Gold-Silber-Ratio im Blick - Silber als dynamischere Alternative zu Gold
Der Goldpreis beendete die Handelswoche bei 5.278 US-Dollar, der Silberpreis bei 93,8 US-Dollar. Die wichtige Gold-Silber-Ratio liegt entsprechend bei 56. Die Ratio scheint damit wieder auf dem besten Weg zu sein, die Niveaus von Ende Januar anzusteuern. Damals lag die Gold-Silber-Ratio unter 50. Über weite Strecken des Februars bot sich ein anderes Bild. Die Ratio näherte sich dem Wert von 65. Anders ausgedrückt: Gold gelang es zwischenzeitlich, das Momentum auf seine Seite zu ziehen. In den letzten Tagen wendete sich das Blatt wieder. Silber weist aktuell das größere Momentum auf. Die Entwicklungen rund um den Iran-Konflikt könnten als Katalysator dienen und den Silberpreis in den nächsten Tagen deutlich stärker steigen lassen als den Goldpreis. Die Flucht in sichere Häfen dürfte das bestimmende Thema in den nächsten Tagen an der Börse werden. Jede weitere Eskalationsstufe und damit einhergehende Destabilisierung der Aktienmärkte könnte die Flucht in Gold und Silber oder auch Platin anheizen. Mit einer langwierigen Schließung der Straße von Hormus wäre eine weitere Eskalationsstufe erreicht – mit möglicherweise fatalen Folgen.
US-Dollar und Anleiherenditen
Wie wird der US-Dollar auf die aktuellen Entwicklungen reagieren? In den letzten Monaten hatte der Greenback mit fortgesetztem Vertrauensverlust zu kämpfen. Man darf bezweifeln, dass die aktuellen Entwicklungen zu einer nachhaltigen Stärkung des US-Dollars beitragen werden. Der US-Dollar-Index notierte bereits vor dem Wochenende unterhalb von 98 Punkten und damit deutlich unterhalb der wichtigen Marke von 100 Punkten. Sollte es für den US-Dollar-Index unter das Tief von Ende Januar (96 Punkte) gehen, könnte das den Edelmetallen weiteren Schub geben. Die für die Betrachtung wichtigen Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen sackten vor dem Wochenende unter die wichtige Marke von 4 Prozent. Eine Ausdehnung der Abwärtsbewegung wäre für die Edelmetalle nicht das schlechteste Szenario.
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Fazit - Silberpreis jetzt auf 120 US-Dollar?
Die Sprengkraft der aktuellen Entwicklungen ist nicht abzuschätzen. Bricht man das Ganze auf die charttechnischen Aspekte herunter, dann löste der Silberpreis mit dem bereits vollzogenen Ausbruch über die 92 U-Dollar ein erstes starkes Kaufsignal aus, verließ Silber doch damit die Konsolidierungsformation. Der Weg in Richtung 100 US-Dollar ist frei. Sollte sich entsprechendes Aufwärtsmomentum einstellen und es für Silber auch über die 100 US-Dollar gehen, ist ein erneutes Anlaufen der 120 US-Dollar nicht auszuschließen. Auf der Unterseite haben die 70 US-Dollar unverändert zentrale Bedeutung als Unterstützung.
Aktien von Gold- und Silberproduzenten, wie Barrick, Newmont, Agnico Eagle Mines, Kinross Gold oder aber Hecla Mining oder die zuletzt mit ihren Quartalszahlen beeindruckende Pan American Silver stellen in Anbetracht der aktuellen Unsicherheiten überaus interessante Alternativen insbesondere zu hochbewerteten Technologiewerten, wie Nvidia, AMD, Palantir etc. dar. Nach der zurückliegenden Korrektur sind die Produzentenaktien zudem „ausgeruht“.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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