Brent Öl bald 100 US-Dollar?

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    Ölpreise steigen rasant – Darum sollten Anleger jetzt auf diese Ölaktien achten

    Der Ölmarkt bebt. Die militärische Eskalation im Nahen und Mittleren Osten hat Anleger und Investoren in Aufruhr versetzt. Vor allem Brent Öl und WTI Öl eskalierten zwischenzeitlich. Wie könnte es nun weitergehen?

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    Brent Öl bald 100 US-Dollar? - Ölpreise steigen rasant – Darum sollten Anleger jetzt auf diese Ölaktien achten

    Ölpreise aktuell - Eskalation im Nahen und Mittleren Osten mischt die Karten neu

    Der gestrige Wochenauftakt hatte es in sich. Die Entwicklungen vom Wochenende schlugen auf die Märkte durch. Nicht zuletzt der Dax geriet arg in Bedrängnis. Einen furiosen Anstieg feierten zunächst Gold, Silber und Platin. Der Goldpreis setzte zur Rekordjagd an, musste zuletzt aber ein paar Federn lassen. Der Silberpreis schoss in Richtung 100 US-Dollar, wurde aber mit fortschreitender Dauer des Montagshandels mit Gewinnmitnahmen konfrontiert. Besonders heftig waren hingegen die Ausschläge der Ölpreise. So legte unter anderem Brent Öl kräftig auf über 80 US-Dollar zu. Bereits zum Ende der letzten Handelswoche deutete sich jedoch eine Preisrallye an, als Brent Öl am Freitag deutlich über die 70 US-Dollar zulegen konnte und damit der Zwischenrallye den Weg ebnete. 

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    Ölpreise steigen rasant – drei zentrale Fragen sind entscheidend

    Die aktuelle Situation am Ölmarkt lässt sich vielleicht auf folgende drei Fragen konzentrieren:
    1.    Welche Schäden gibt es an der Ölinfrastruktur?
    2.    Wie lange gelingt es dem Iran, die Straße von Hormus zu blockieren?
    3.    Was macht die OPEC+?

    Die Fragen sind prinzipiell nur schwer zu beantworten. Derzeit sieht es nicht danach aus, dass sich der Konflikt rasch auflösen wird und eine Seite klein beigeben wird. Das Risiko, dass immer mehr Schäden an der Ölinfrastruktur entstehen, ist erheblich. Gleiches gilt für die Blockade der Straße von Hormus. Um die 20 Prozent des Öltransits laufen durch diese Meerenge. Entsprechend angespannt sind die Märkte ob der aktuellen Situation.

    Die womöglich alles entscheidende Frage ist jedoch die dritte. Was macht die OPEC+? Auf ihren (virtuellen) Treffen am Sonntag beschlossen die führenden OPEC+ Länder eine Ausweitung der Ölförderung um 206.000 Barrel pro Tag ab April. Damit beendet die OPEC+ die selbstauferlegte Pause von drei Monaten. Ob die Anhebung der Förderquoten nun zur Beruhigung der Gemüter beitragen wird, bleibt angesichts der Tatsache, dass der Iran ein dominierender Produzent ist, abzuwarten. 

    Fazit – Brent Öl bald dreistellig?

    Ob der Preis für Brent Öl bald dreistellig sein wird, bleibt abzuwarten, dürfte aber maßgeblich von der weiteren Entwicklung im Nahost-Konflikt abhängen. Im Fokus stehen hierbei die möglichen Schäden an der Ölinfrastruktur in der Region sowie die weiteren Entwicklungen rund um die Straße von Hormus. Je länger die Beeinträchtigungen andauern und je größer die Schäden an der Infrastruktur sind, umso deutlicher werden die Ölpreise steigen. Mit dem Ausbruch über die 70 US-Dollar wurde ein Kaufsignal in Richtung 80 US-Dollar ausgelöst. Dieses Kursziel wurde bereits abgearbeitet. Eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung in Richtung 100 US-Dollar kann ob des Eskalationspotenzials nicht kategorisch ausgeschlossen werden. Sollte es hingegen deutlich unter die 70 US-Dollar gehen, würde eine Neubewertung der Lage notwendig werden. 

    Darum sollten Anleger jetzt auf diese Ölaktien achten

    Die rasant ansteigenden Ölpreise rücken Aktien von Ölproduzenten in den Fokus. Exxon, Chevron, ConocoPhillips, BP, Shell & Co. sind jedem bekannt, doch ein speziellen Sektor verdient vor dem Hintergrund steigender Ölpreise besondere Aufmerksamkeit - der Sektor der Schieferölproduzenten. Das sogenannte Fracking ist vergleichsweise kostenintensiv. Entsprechend hoch ist der Hebel auf steigende Ölpreise. Zahlreiche Produzenten tummeln sich in dem Metier -  so auch die US-amerikanische EOG Resources. Das Unternehmen (akt. Marktkapitalisierung von ca. 70 Mrd. US-Dollar) ist unter anderem im Permian Basin (Texas) aktiv. 

    Die kürzlich vorgelegten Ergebnisse für das 4. Quartal 2025 bzw. für das Gesamtjahr 2025 konnten sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen sehen lassen. Das Unternehmen verzeichnete im Jahr 2025 einen Umsatz in Höhe von 22,632 Mrd. US-Dollar, nach 23,698 Mrd. US-Dollar in 2024. Der Nettogewinn belief sich im letzten Jahr auf 4,980 Mrd. US-Dollar, nach 6,403 Mrd. US-Dollar in 2024. Um Sondereffekte bereinigt belief sich der Gewinn auf 5,548 Mrd. US-Dollar, nach 6,612 Mrd. US-Dollar in 2024. EOG Resources verzeichnete in 2024 einen free cash flow in Höhe von 4,663 Mrd. US-Dollar, nach 5,367 Mrd. US-Dollar in 2024. 

    Der Markt honorierte die starken Ergebnisse und begann zudem damit, die aktuelle Situation einzupreisen. Im Ergebnis hat sich eine hochgradig spannende Chart-Konstellation ausgebildet. Dezember 2025 drehte die Aktie. EOG Resources setzte zum Comeback an. Widerstand um Widerstand wurde zurückerobert, was die Erholung permanent befeuerte. Zuletzt ging es über den eminent wichtigen Widerstand von 125 US-Dollar. Damit rückt nun das zentrale Widerstandscluster um 135 US-Dollar / 140 US-Dollar in den Fokus. Sollte es darüber gehen, würde sich die Tür in Richtung Rekordhoch bei 150 US-Dollar öffnen. Auf der Unterseite sollten etwaige hingegen eng begrenzt bleiben, um das Momentum nicht zu gefährden. 

    Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte

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    Verfasst vonRedakteurMarcel Torney
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