Ölpreis explodiert
Iran-Krieg erschüttert Kospi, doch Südkoreas Rüstungsaktien explodieren
Der Ölpreisschock nach der Schließung der Straße von Hormus reißt den Kospi ins Minus, während Südkoreas Verteidigungsaktien um bis zu 25 Prozent steigen.
- Ölpreisschock Hormus-Schließung drückt Kospi!!
- Rüstungsaktien steigen bis zu 25 Prozent stark
- Südkorea will bis 2030 Rüstungsmacht Top4 bald
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Die Eskalation im Nahen Osten hat die asiatischen Finanzmärkte am Dienstag massiv unter Druck gesetzt. Während Südkoreas Leitindex Kospi mit deutlichen Verlusten die Abschläge in der Region anführte, erlebten heimische Rüstungswerte eine Rallye. Hintergrund ist die Zuspitzung des Iran-Konflikts sowie der sprunghafte Anstieg der Ölpreise nach Berichten über eine Schließung der Straße von Hormus.
Südkoreas Kospi führt Asiens Verluste an
Der südkoreanische Leitindex Kospi verlor 6,48 Prozent und führte damit die Abschläge an den Asiatischen Märkten an. Besonders schwer wogen die Kursverluste bei Schwergewichten wie Samsung Electronics und SK Hynix, die jeweils mehr als sechs Prozent einbüßten. Auch Kospi-200-Futures sackten um mehr als fünf Prozent ab.
Rüstungsaktien mit Kurssprüngen von bis zu 25 Prozent
Im scharfen Kontrast zum Gesamtmarkt standen südkoreanische Verteidigungswerte, die von der geopolitischen Eskalation massiv profitierten.
Schwergewicht Hanwha Aerospace, der größte Rüstungshersteller des Landes, verzeichnete zwischenzeitlich einen Kurssprung von nahezu 25 Prozent, bevor die Gewinne auf rund 13 Prozent zusammenschmolzen.
Auch Korea Aerospace Industries legte zeitweise um mehr als zwölf Prozent zu, reduzierte das Plus jedoch später auf 2,4 Prozent.
Besonders stark gefragt waren spezialisierte Rüstungsanbieter: LIG Nex1 sprang um 25 Prozent, Victek gewann über 20 Prozent und Firstec legte um mehr als 15 Prozent zu. Poongsan stieg um 8,2 Prozent, während Hyundai Rotem um über fünf Prozent zulegte.
Südkorea auf dem Weg zur Rüstungsmacht
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs hat Südkorea seine internationale Position im Verteidigungssektor deutlich ausgebaut. Das Land strebt an, bis 2030 zur viertgrößten Rüstungsnation der Welt aufzusteigen.
Großaufträge aus Europa, insbesondere aus Polen und Rumänien, haben den Exportboom der Branche befeuert. Angesichts steigender Verteidigungsetats in zahlreichen NATO-Staaten sehen Analysten weiterhin strukturelles Wachstumspotenzial.
Die aktuelle Eskalation im Nahen Osten könnte diesen Trend zusätzlich verstärken.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

