Krypto unter Druck
Iran-Krieg drückt Bitcoin unter 70.000-Dollar-Marke
Nach einem kurzen Anstieg über 70.000 US-Dollar fällt der Bitcoin wieder. Der Iran-Konflikt und geopolitische Unsicherheiten belasten die Krypto-Märkte und führen zu einer verstärkten Umschichtung in sichere Anlagen.
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Die nach Marktwert größte Kryptowährung der Welt gewann innerhalb von 24 Stunden zwar ganz leicht hinzu und notiert aktuell bei 66.525 US-Dollar, wie aus den Kursdaten von CoinMarketCap hervorgeht (Stand: 10:46 Uhr). Auf Stundensicht verlor der Bitcoin jedoch rund 1,3 Prozent.
Noch am Montag war der Bitcoin zeitweise auf rund 70.000 US-Dollar gestiegen. Zuvor war er seit Jahresanfang massiv eingebrochen.
Immer mehr Anleger schalten nun offenbar wieder in den Risk-Off-Modus. Hintergrund sind die seit dem Wochenende intensivierten Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran sowie die zunehmenden Gegenangriffe des Irans auf Israel und US-Basen im Nahen Osten. Diese Entwicklungen verstärken die Unsicherheit an den Finanzmärkten, sodass Anleger vermehrt in sichere Anlagen umschichten. Die negative Stimmung erfasste zuletzt den gesamten Kryptomarkt, da auch andere Kryptowährungen wie Ether und Solana Einbußen hinnehmen mussten.
Pratik Kala, Analyst bei Apollo Crypto, bezeichnete die jüngsten Kursbewegungen des Bitcoin gegenüber CNBC jedoch als "normale Korrektur nach einem starken Rallye-Tag", der von hohen Handelsvolumina begleitet war. Er führte aus, dass Bitcoin seit Februar in einer Handelsspanne zwischen 65.000 und 70.000 US-Dollar pendelt. Ein Ausbruch aus diesem Bereich würde Gewinnmitnahmen nach sich ziehen.
Die jüngsten Entwicklungen von Bitcoin im Hinblick auf geopolitische Schocks widerlegen die seit Langem von einigen Krypto-Befürwortern vertretene These vom "digitalen Gold". Während der Bitcoin-Kurs nämlich stark schwankte, verzeichnete der Goldpreis eine viertägige Hausse, bevor er am Dienstag leicht nach unten tendierte.
Insgesamt zeigt sich: Geopolitische Risiken wirken sich zunehmend auf den Kryptomarkt aus und stellen die langfristigen Erwartungen an Bitcoin als "sicheren Hafen" infrage.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion
