Aktie crasht um 18 Prozent
Schaeffler gibt schwache Prognose ab – Größter Tagesverlust seit 2020
Der Autozulieferer enttäuscht mit einer konservativen Umsatz- und Gewinnprognose für 2026. Besonders die Wachstumshoffnung bei der E-Mobilität bleiben unter den Erwartungen. Die Schaeffler-Aktie bricht um 18 Prozent ein.
- Vorsichtige 2026-Prognose: Umsatz und EBIT ok.
- E-Mobilität: bleibt verlustreich, enttäuscht!!
- Aktie fällt 18%: größter Kursverlust seit 2020
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Der deutsche Autozulieferer Schaeffler hat am Dienstag eine vorsichtige Umsatz- und Gewinnprognose für 2026 veröffentlicht und die Erwartungen vieler Anleger enttäuscht. Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatz von 22,5 bis 24,5 Milliarden Euro, was unter den Konsensschätzungen von rund 24,03 Milliarden Euro liegt. Auch die operativen Gewinnmargen (EBIT) fallen mit 3,5 bis 5,5 Prozent schwächer aus als die prognostizierten 5,1 Prozent.
Die schwächeren Aussichten, die vor allem auf den herausfordernden globalen Automobilmärkten basieren, führten zu einem dramatischen Kursverlust von 18 Prozent am Dienstag. Sollte dieser Trend anhalten, wäre dies der größte Rückgang der Schaeffler-Aktie seit dem März 2020, als die Ungewissheit rund um die COVID-19-Pandemie die Märkte erschütterte.
Schaeffler CEO Klaus Rosenfeld erklärte, dass das Unternehmen in einem Umfeld, in dem kein Wachstum in der Automobilproduktion erwartet werde, weiterhin eine konservative Prognose für den nächsten Jahrgang bevorzuge. "Angesichts der Unsicherheit und der schwierigen Marktlage erscheint es uns vernünftig, die Erwartungen eher vorsichtig zu formulieren", sagte Rosenfeld.
Die Enttäuschung über die Prognose betrifft insbesondere die E-Mobilitätsdivision von Schaeffler, die nach den Erwartungen der Analysten mit einem operativen Verlust (EBIT-Marge) im Minus bleibt. Trotz dieser schwierigen Situation bleibt Schaeffler zuversichtlich und sieht das Segment als langfristigen Wachstumstreiber, auch wenn es derzeit noch Verlust schreibt.
Das Unternehmen bestätigte jedoch, dass es weiterhin auf Kurs sei, seine mittelfristigen Ziele zu erreichen. Darüber hinaus kündigte Schaeffler an, dass bis 2035 bis zu 10 Prozent des Umsatzes aus neuen Wachstumsbereichen wie humanoider Robotik und Verteidigung stammen sollen – mit dem Ziel, von diesen Märkten zu profitieren und die Diversifizierung voranzutreiben.
Im vergangenen Jahr konnte Schaeffler einen Umsatz von 23,5 Milliarden Euro erwirtschaften, was einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Dennoch steigerte das Unternehmen das EBIT vor Sondereffekten um 11,1 Prozent auf 936 Millionen Euro.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die Schaeffler Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -16,65 % und einem Kurs von 8,36EUR auf Tradegate (03. März 2026, 11:59 Uhr) gehandelt.
