Börse, Baby!
Iran-Krieg: Öl, Angst, Aktiencrash?
Wie reagiert die Börse auf den Iran-Krieg? Welche Branchen geraten unter Druck – und welche könnten sogar profitieren?
An der Meeresenge von Hormus herrscht Stillstand: Die Schiffe können nicht passieren. Die Aktien großer Reedreien wie von Hapag- Lloyd tendieren erstmal im Plus, Risikoaufschläge werden erhoben.
Am Montag nach dem ersten Angriffs-Wochenende sacken erstmal die Airline-Aktien ab. Denn im Nahen Osten ist der Luftraum weitestgehend gesperrt. Die Papiere von Reiseveranstalter wie Tui oder Carnival rauschen in die Tiefe.
Der Gesamtmarkt verhält sich aber noch moderat, auch wenn es für einige Branchen just bergauf- oder bergab geht.
Am Dienstag sieht das Bild wieder anders aus. Vor allen die europäischen Handelsplätze von London, Paris über Frankfurt kennen nur eine Farbe: rot. Der Dax taucht deutlich unter die 24.000 Punkte ab, zeitweise mit einem Tagesverlust von über 4 Prozent.
Das ist der teuren Energie geschuldet: Der Ölpreis der Marke Brent duchbricht die 80 US-Dollar-Schallmauer. Nichts scheint den Preis zu halten und Experten halten durchaus 100 US-Dollar für die Dauer des Konflikts für möglich.
Mit der Teuerung des Rohöls halten die Bezinpreise schritt, hierzulande werden die 2 Euro pro Liter Super angegriffen. Und damit geht ein Gespenst wieder rum, was man zunächst bändigen konnte: die Inflation. Denn teurere Preise in der Lifeerkette schlagen sich gleich im Portemonnaie nieder.
Krischan Orth (links) und Julian Schick sprechen über die Folgen des Iran-Kriegs
Wie verdauen Börse und Wirtschaft den Krieg im Iran? Wir analysieren die Folgen eines möglichen Ölpreisschocks für Inflation, Zinspolitik und Aktienmärkte – kurzfristig wie langfristig. Hört rein!
Unseren Podcast "Börse, Baby!" gibt es überall, wo es Podcasts gibt, zum Beispiel auf:
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

