Aktie explodiert am Mittwoch
Moderna schließt Rechtsstreit ab: Allerdings droht jetzt dieses Risiko
Moderna einigt sich auf eine 950 Millionen US-Dollar-Zahlung, aber eine weitere Variable könnte 1,3 Milliarden US-Dollar kosten. Die Aktie steigt am Mittwoch um 8,5 Prozent!
Moderna legt den Streit mit der Arbutus Biopharma Corporation und der Genevant Sciences GmbH bei, wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgegeben hat. Demnach hat das Unternehmen mit beiden Parteien eine Einigung erzielt, wie Marketscreener berichtet. Eine einmalige Zahlung von 950 Millionen US-Dollar im dritten Quartal, ohne zukünftige Lizenzgebühren, wird demnach für das Unternehmen fällig. Damit werden auch alle weltweiten Rechtsstreitigkeiten beendet.
Jedoch wird Moderna beim Bundesgericht Berufung einlegen und argumentieren, dass seine Immunität als "Auftragnehmer der Regierung" seine Haftung gemäß Bundesgesetz beschränkt. Sollte dem Unternehmen in diesem Punkt Recht zugesprochen werden, ist keine weitere Zahlung fällig. Sofern das Bundesgericht hingegen die Haftung bestätigt, ist Moderna zu einer zusätzlichen Zahlung von bis zu 1,3 Milliarden US-Dollar innerhalb von 90 Tagen nach der Entscheidung verpflichtet.
Wenn Moderna in weiteren Verfahren gewinnen sollte, werden Arbutus und Genevant die volle Zahlung zuzüglich Zinsen zurückerstattet. Das Unternehmen rechnet im ersten Quartal 2026 mit einer Belastung von 950 Millionen US-Dollar und erwartet nach der Einigung, das Jahr 2026 mit liquiden Mitteln in Höhe von 4,5 bis 5 Milliarden US-Dollar abzuschließen. Der Streit betrifft Patente im Zusammenhang mit der Lipid-Nanopartikel-Technologie, die für die Verabreichung von mRNA-Impfstoffen unerlässlich ist.
Die Aktie ist am Mittwoch 8,52 Prozent im Plus. Ein Anteilschein kostet 46,55 Euro.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
