Quantencomputerhoffnung
Rigetti Computing patzt bei den Zahlen – Aktie nachbörslich rot!
Rigetti Computing hat mit den Zahlen zum vierten Quartal enttäuscht. Nachdem die Zahlen bekannt wurden, ging die Aktie auf Talfahrt. Die Details.
Rigetti meldete im vierten Quartal einen bereinigten Verlust von 3 Cent je Aktie, was den Erwartungen der Analysten entsprach. Der Umsatz fiel mit 1,87 Millionen US-Dollar jedoch deutlich hinter den prognostizierten 2,3 Millionen US-Dollar zurück. Der operative Verlust weitete sich auf 22,6 Millionen US-Dollar aus. Dies stellt eine Verschlechterung im Vergleich zu den 18,5 Millionen US-Dollar des Vorjahres dar. Der Bruttogewinn fiel auf 652.000 US-Dollar, nach etwas mehr als einer Million US-Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Trotz dieser enttäuschenden Zahlen gab es auch positive Entwicklungen. So konnte der Nettoverlust auf 18,2 Millionen US-Dollar verringert werden, was im Vergleich zum Vorjahresverlust von 153 Millionen US-Dollar einen erheblichen Fortschritt darstellt. Dennoch brachen die Aktien nach Börsenschluss um 4,3 Prozent auf 16,99 US-Dollar ein.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet. Eine vorgeschriebene allgemeine Mitteilung gemäß BaFin-Beschluss.
Diese Ergebnisse waren teilweise erwartet worden, da Rigetti wiederholt darauf hingewiesen hatte, dass Kennzahlen wie Umsatz und Bruttogewinn zwischen den Quartalen stark schwanken würden, bis eine breitere Kommerzialisierung erreicht ist. In seiner jüngsten Erklärung wies CEO Subodh Kulkarni darauf hin, dass die Nachfrage nach Quantencomputern von staatlichen Kunden und Forschungseinrichtungen weiter wächst. Rigetti bestätigte sogar eine Bestellung für seinen Novera-Quantenprozessor von einer japanischen Forschungseinrichtung.
Die Unsicherheit bleibt jedoch groß, insbesondere was die Fähigkeit von Rigetti betrifft, nachhaltige Einnahmen zu erzielen und profitabel zu werden. Zwar erhielt das Unternehmen kürzlich einen Auftrag über 8,4 Millionen US-Dollar von einem indischen Forschungsinstitut, doch Analysten zeigen sich besorgt über die starke Abhängigkeit von staatlichen Aufträgen und Fördermitteln.
Angesichts des intensiven Wettbewerbs im Quantencomputing-Sektor und der unklaren kommerziellen Perspektiven bleibt der Weg für Rigetti steinig. Kulkarni bleibt jedoch optimistisch und betont, dass Rigetti mit seiner Quantenarchitektur einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil habe und sich weiterhin auf die Umsetzung seiner strategischen Roadmap konzentrieren werde.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion
Die Broadcom Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,18 % und einem Kurs von 317,5USD auf Nasdaq (05. März 2026, 02:00 Uhr) gehandelt.

