Totalverlust oder Mega-Chance? Mein Blick auf die Stellantis-Zahlen
Wenn eine Aktie an einem einzigen Freitag um 24 % einknickt, greift der durchschnittliche Anleger instinktiv zum Defibrillator – doch oft ist der Schock genau die Medizin, die ein langfristiges Depot zur Genesung benötigt. Wer die nackten Schlagzeilen liest, sieht bei Stellantis (WKN: A2QL01) nur rauchende Trümmer. Ein operativer Gewinn, der von 24,3 Mrd. Euro (2022/23) auf fast null im Jahr 2025 zusammengeschmolzen ist, wirkt wie ein Totalschaden. Doch ich sehe in diesem Kurssturz kein Ende, sondern einen radikalen Reset, der die Erwartung auf den Nullpunkt gedrückt hat.
Die Trümmer von gestern sind das Fundament von morgen
Manchmal ist der Aktienmarkt wie eine schlecht geführte Großküche, in der der neue Chefkoch erst einmal alle verdorbenen Vorräte wegwerfen muss, bevor er das erste genießbare Gericht serviert. Genau das hat der neue CEO Antonio Filosa am 6. Februar 2026 getan. Mit einer Abschreibung von 22 Mrd. Euro auf Elektro-Anlagewerte und Garantiepositionen hat er den Konzern kernsaniert. Das Ergebnis ist ein historischer Nettoverlust von 22,3 Mrd. Euro für das Jahr 2025.
Mir erscheint dieses Vorgehen als klassisches „Kitchen-Sinking“. Filosa, ein Veteran des Hauses, räumt die Altlasten seines Vorgängers Carlos Tavares radikal aus dem Weg. Tavares war zwar einst der gefeierte Architekt der Fusion von PSA und Fiat Chrysler, verlor sich zuletzt aber in einer gefährlichen Fixierung auf kurzfristige Kostensenkungen. Die Quittung war eine frustrierte Händlerschaft und eine Qualität, die den Kunden Bauchschmerzen bereitete.
14 Marken und eine Rückkehr zu den Wurzeln
Stellantis ist kein windiges Startup, sondern ein Gigant mit 14 Marken, der das Fundament der automobilen Welt in Europa und Nordamerika mitgestaltet. Von Jeep und Ram über Peugeot bis zu Maserati reicht das Portfolio, das 2025 immerhin fast 5,5 Millionen Fahrzeuge auslieferte. Nordamerika ist dabei mit 40 % des Umsatzes der wichtigste Ertragsbringer, dicht gefolgt von Europa. Hier entscheidet sich, ob der Konzern wieder in die Spur findet oder im Graben landet.
Ich betrachte den Strategiewechsel unter Filosa als die einzig richtige Entscheidung für den langfristigen Werterhalt. Er beendet das Experiment, die Produktion massiv in Billiglohnländer zu verlagern, und investiert stattdessen 13 Mrd. Dollar direkt in den USA. Das erinnert mich an die Ära von Lee Iacocca, der Chrysler einst mit dem Mantra „Product comes first“ rettete. Fünf neue Fahrzeuglaunches in Nordamerika sollen den Marktanteil, der zuletzt bei 7,9 % lag, wieder nach oben schrauben.
Zusätzliche Unternehmensinformationen zur Stellantis Aktie
Die Stellantis Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,11 % und einem Kurs von 6,429 auf Tradegate (05. März 2026, 08:35 Uhr) gehandelt.
Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der Stellantis Aktie um +7,82 % verändert. Der Gewinn auf 30 Tage beträgt +22,58 %.
Die Marktkapitalisierung von Stellantis bezifferte sich zuletzt auf 20,43 Mrd..
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