Chinas Amazon
JD.com: Umsatz galoppiert im Jahr des Pferdes
Ein schwacher Konsum im China wirkt sich auch auf den chinesischen E-Commerce-Riesen aus: der Umsatz klettert zweistellig, die Margen werden aber schmaler.
Das Unternehmen veröffentlichte am Donnerstag seine Geschäftszahlen. Dabei bildet sich Chinas verhaltene Konsumnachfrage deutlich bei den Geschäftszahlen von JD.com ab.
Der Umsatz von 50,4 Milliarden US-Dollar (Plus 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) verfehlte die Schätzungen der Analysten um 750 Millionen US-Dollar.
Der Non-GAAP-EPAS im 4. Quartal liegt mit 0,08 US-Dollar um 0,02 US-Dollar unter den Erwartungen.
Für das abgelaufene Quartal meldete JD Retail einen operativen Gewinn von 9,8 Milliarden RMB (1,4 Milliarden US-Dollar), verglichen mit 10,0 Milliarden RMB im vierten Quartal 2024.
Die operative Marge von JD Retail betrug im vierten Quartal 2025 3,2 Prozent, verglichen mit 3,3 Prozent im vierten Quartal 2024.
Zwar gallopiert der Umsatz weiter, aber spürbar schlägt der inländische Wettbewerbsdruck und das maue Konsumklima auf die Marge des E-Commerce-Händlers.
So beträgt das bereinigte EBITDA (Non-GAAP) im vierten Quartal 2025 minus 0,8 Milliarden RMB (0,1 Milliarden US-Dollar), verglichen noch mit 12,5 Milliarden RMB im vierten Quartal 2024. Und: Die bereinigte EBITDA-Marge (Non-GAAP) lag im vierten Quartal 2025 bei Minus 0,2 Prozent, gegenüber 3,6 Prozent im vierten Quartal 2024.
JD.com sieht sich einem zunehmenden Wettbewerb durch E-Commerce-Rivalen wie Alibaba und PDD Holdings ausgesetzt, die mit rabatt-Schlachten um Kunden feilschen. Bis dato ist JD.com noch der größte chinesische verkäufer von Haushaltsgeräten.
JD.com war eine der Aktien, die von dem "Corona-Sondereffekt" profitieren konnten, momentan bewegen sich die Papiere auf Jahressicht bei einem Minus von rund 50 Prozent.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

