Im Schatten des Ölpreisschocks
Bereiten Tilray, Aurora Cannabis, Canopy & Co. ein spektakuläres Comeback vor?
Der Iran-Krieg überschattet derzeit das Handelsgeschehen an den Finanzmärkten. Der rasante Anstieg der Ölpreise überschattet so ziemlich alles – auch ein mögliches Comeback der Cannabis-Aktien.
Im Schatten des Ölpreisschocks
Die Ölpreise steigen rasant. Brent Öl hat die 80 US-Dollar überschritten. Die üblichen Mechanismen greifen. Der Fokus von Anlegern richtet sich verstärkt auf chancenreiche Öl-Aktien. Abseits des Geschehens setzen Cannabis-Aktie ihre Bodenbildung fort. Kursfeuerwerke sind dabei nicht zu beobachten. Es ist ein langwieriger du zäher Prozess, den Tilray, Aurora Cannabis, Canopy Growth durchlaufen.
Quartalsberichtssaison offenbarte einmal mehr Licht und Schatten
Blickt man auf die Quartalsberichtssaison zurück, lässt sich feststellen: Es gab einmal mehr Licht und Schatten. Während sich die Umsatzentwicklung im Großen und Ganzen stabilisieren konnte und die Unternehmen in ihrem Restrukturierungs- und Kostenoptimierungsbemühungen durchaus Fortschritte verzeichnen konnten, verpassten es die Cannabis-Unternehmen, Aufbruchsstimmung unter Anlegern und Investoren zu verbreiten. Deutliche Unternehmensgewinne wären hierzu ein Schlüssel gewesen. Trotz positiver Ansätze in der Umsatzentwicklung blieb die Profitabilität jedoch der zentrale Schwachpunkt der Branche. Einzelne Unternehmen wiesen beachtliche Gewinne aus – das soll nicht unerwähnt bleiben.
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Mit der DEA steht und fällt alles
Um den festgefahrenen Rescheduling-Prozess der Drug Enforcement Administration (DEA) wieder in Gang zu bringen, unterzeichnete US-Präsident Trump im Dezember 2025 eine Executive Order. Im Vorfeld der sich abzeichnenden Unterschrift schossen die Aktienkurse nach oben. Mit Unterzeichnung der Executive Order kam es zu Gewinnmitnahmen. Offenkundig begann der Markt damit, einen zähen Rescheduling einzupreisen. Executive Order hin, Executive Order her – die DEA ist eine behäbige Behörde. Das zeigte nicht zuletzt der bisherige Verlauf des Prozesses.
Die Chancen für ein Comeback sind da – es fehlt nur noch der Auslöser
Tilray Brands steht stellvertretend für die Cannabis-Aktien, die aus charttechnischer Sicht vielversprechender Ansätze einer Bodenbildung zeigen. Ob daraus eine untere Trendwende wird, bleibt noch abzuwarten.
Im oberen Tilray-Chart zeichnet sich im Bereich von 7 US-Dollar bis 8 US-Dollar ein potenzieller Boden ab. Vor allem die 7 US-Dollar haben aus charttechnischer Sicht außerordentlich große Bedeutung. Insofern ist Obacht geboten, sollte es darunter gehen. Gleichzeitig müsste in diesem Fall mit weiteren Abgaben in Richtung 5 US-Dollar gerechnet werden. Um eine untere Trendwende zu forcieren, muss Tilray über die 8 US-Dollar laufen. Ein solcher Vorstoß könnte eine Bewegung in Richtung 10 US-Dollar nach sich ziehen. Um das bullische Szenario zu aktivieren, bedarf es positiver Impulse. Fortschritte im Rescheduling-Prozess der DEA oder aber ein positiver Verlauf der anstehenden Quartalsberichtssaison könnten entsprechende Auslöser liefern. Bis dahin bleibt Geduld eine gefragte Tugend.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte

