Exporte verdoppelt!

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    2 Monate nach US-Übernahme: Was wird aus Venezuelas Öl-Schatz?

    Nach politischem Umbruch und US-Kontrolle über den Ölsektor zieht Venezuelas Exportmaschine wieder an. Die Lieferungen haben sich binnen eines Monats fast verdoppelt – doch der globale Ölmarkt bleibt skeptisch.

    Exporte verdoppelt! - 2 Monate nach US-Übernahme: Was wird aus Venezuelas Öl-Schatz?

    Im Februar hat Venezuela seine Rohölexporte nahezu verdoppelt. Laut Frachtdaten und Auswertungen des Analysehauses Kpler stiegen die Ausfuhren auf rund 788.000 Barrel pro Tag, nachdem sie im Januar noch bei etwa 383.000 Barrel täglich gelegen hatten.

    Der sprunghafte Anstieg folgt auf den politischen Umbruch in Caracas. Die Festnahme des langjährigen Machthabers Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten hatte das Land zunächst in Unsicherheit gestürzt. Die Förderung sackte in dieser Phase auf ein etwa zweijähriges Tief ab. Zuvor lag die venezolanische Produktion zeitweise zwischen 1 und 1,5 Millionen Barrel pro Tag.

    Der wichtigste Abnehmer der venezolanischen Lieferungen sind derzeit die Vereinigten Staaten. US-Raffinerien importieren über Zwischenhändler wie Chevron, Vitol und Trafigura die größten Mengen seit mehr als sieben Jahren.

    Ein entscheidender Faktor für die jüngste Produktionssteigerung ist der Zugang zu sogenanntem schwerem Naphtha. Dieses Verdünnungsmittel wird benötigt, um das besonders zähe venezolanische Schweröl transportfähig zu machen und durch Pipelines zu fördern. Im Februar erhielt Venezuela fünf entsprechende Lieferungen – mehr als doppelt so viele wie im Januar. Ohne diese Zusätze kann das Öl aus dem Orinoco-Becken kaum exportiert werden.

    Während die Erlöse früher direkt an den staatlichen Ölkonzern PDVSA flossen und oft in wenig transparenten Regierungsfonds landeten, unterliegen die Gelder heute einer internationalen Kontrolle. Ein großer Teil der Einnahmen aus aktuellen Ölverkäufen wird auf speziellen Konten verwahrt, die unter Aufsicht der US-Regierung stehen.

    Washington kontrolliert damit faktisch den Geldfluss aus den Exporten, um sicherzustellen, dass die Mittel vor allem für humanitäre Programme, die Bekämpfung des Drogenhandels und die Stabilisierung der Region verwendet werden. Um den Handel dennoch praktikabel zu halten, wurden zudem Treuhandkonten in neutralen Staaten wie Katar eingerichtet.

    Der Ölpreis ist zuletzt deutlich gestiegen, nachdem geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Versorgungslage verschärft haben. Trotzdem bleibt der Einfluss begrenzt: Selbst eine steigende Produktion in Venezuela könnte eine mögliche Blockade der Straße von Hormus kaum ausgleichen. Durch diese Meerenge werden täglich rund 14 Millionen Barrel Rohöl transportiert.

    Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion

     

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    Verfasst vonRedakteurJulian Schick
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