Konflikt lässt Reiche zittern
Vermögenswerte in Gefahr: Warum reiche Asiaten um ihr Geld in Nahost zittern
Dubai verliert im Zuge des Nahostkonlifkts seine Attraktivität für Investoren: Vermögende wollen ihr Geld jetzt verlagern.
- Dubai verliert Attraktivität; Investoren ziehen
- Vermögen verlagern sich nach Singapur/Hongkong
- Pannen verhinderten Transfers; später gelang es
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Zwei in Dubai ansässige indische Unternehmer versuchten, mehr als 100.000 US-Dollar von ihren lokalen Bankkonten nach Singapur zu transferieren, um sich gegen das durch den Nahostkonflikt entstandene Risiko abzusichern, wie Reuters berichtet. Wie die Unternehmer mitteilten, vereitelten technologische Pannen zunächst diese Pläne. Ein Unternehmer gab an, dass es ihm anschließend gelungen sei, den Betrag über eine andere Bank mit Sitz in den Emiraten auf sein Bankkonto in Singapur zu überweisen.
Zudem erkundigen sich zahlreiche andere wohlhabende Asiaten, die in Dubai geparkten Vermögenswerte in die regionalen Finanzzentren Singapur und Hongkong zu verlagern, wie Branchenberater und Anwälte mitteilten. Der Nahostkonflikt hat den Status des Golf als sicheren Hafen in Frage gestellt und die Investoren verunsichert.
Vermögende, die ihre Investitionen typischerweise über verschiedene Regionen und Anlageklassen diversifizieren, wählen ihren Standort nach steuerlichen, regulatorischen, datenschutzrechtlichen und betrieblichen Erwägungen. Aus diesem Grund hat sich Dubai in den letzten Jahren zu einem bevorzugten Vermögenszentrum für Unternehmer und vornehmend vermögende Familien aus China entwickelt, die davon profitieren möchten.
Dank eines Immobilien- und Infrastrukturbooms hat sich die Golfregion zu einem attraktiven Investitionsstandort entwickelt. Ein in Singapur für Pirvatvermögen ansässiger Anwalt teilte Reuters mit, dass sechs oder sieben seiner 20 in Dubai ansässigen Mandanten mit einem durchschnittlichen Vermögen von 50 Millionen US-Dollar Kontakt zu ihm aufgenommen hätten. Drei der 20 Mandanten planen einen sofortigen Vermögenstransfer in den Stadtstaat.
Iris Xu, Geschäftsführerin des globalen Unternehmens- und Fondsdienstleisters Anderson Global, teilte mit: "In Dubai ging es immer um Steuervorteile, aber ich glaube, dass die Steuervorteile jetzt nicht mehr die oberste Priorität für sie sind."
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
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